Donnerstag, 16. Juli 2026

100 Häkelteile 2026: Der fasanenfarbene Ananaspfau

 Nach der Virusoma wollte gern noch etwas relativ Kleines und relativ Schnelles häkeln, die Tagesdecke ist aktuell ja leider - "dank" kaputter Schulter aus dem Rennen...





Und da ich das wunderbar altmodische Ananasmuster liebe und gern etwas Schnelles zusammenbasteln wollte, habe ich mich für den Pineapple Peacock Shawl von Amy Gunderson entschieden.

Das Muster ist gratis, hier kann man es bei Universal Yarn  herunterladen und hier bei Ravelry auch in anderen Garnen bewundern.

Bei YouTube gibt es sogar mehrere Videos (JMCrochet hat drei gemacht, in denen sie ruhig reihenweise häkelt), in denen Reihe für Reihe erklärt wird - obwohl das Tuch recht einfach gehäkelt ist und nur 30 Reihen hat, finde ich da grade für Anfänger*innen und Leute, die ihrem Häkelenglisch nicht so ganz trauen, sehr angenehm. 

➡️ Übrigens: Anfänger in irgendetwas zu sein, in einem sehr speziellen Fachbereich einer Fremdsprache nicht flüssig zu sein, ein visueller Lerner zu sein oder auch einfach mal bei einer Anleitung auf dem Schlauch zu stehen - all das ist nichts Ehrenrühriges; wir haben alle im Alltag genug Stress, den muss man nicht noch ins Hobby tragen. 😉

Ich hätte es gern im Originalgarn gehäkelt, habe aber auf die Schnelle keine deutsche Bezugsquelle gefunden 🤷‍♀️

Also beim nächsten Stadtbummel mehr oder weniger passendes Garn eingekauft - bei Zeeman habe ich Royal Batik Shine gefunden, und die Farbe 70 erinnert mich an Feld- und Buntfasane - passt ja irgendwie, immerhin ist der Pfau ein Mitglied der Familie Phasianidae, also ein Fasanenartiger. ☝️😜







Als Nadel habe ich meine ergonomische 6,0er von Prym benutzt, und wie eigentlich immer hätte ich ruhig noch eine halbe bis ganze Größe mehr nehmen können, dann fällt einfach alles schöner und flüssiger.


Übrigens: der fasanenfarbene Ananaspfau ist #24.

100 Häkelteile: Virustuch

 #25


Nach der Virusoma wollte ich auch das klassische Virustuch häkeln.

Meine lokale Action-Filiale hatte auch hübsches Garn, nämlich

Das Tuch ist nach der klassischen 0815-Anleitung gearbeitet, die mehrere Male auf Ravelry und Pinterest zu finden ist, ich hab den Chart einfach per Googlebildersuche gefunde. 😅

Als Kante habe ich diese hübsche Virus Shawl Border 2.0 gearbeitet, die überaschend viel Gsrn verbraucht, die obere Kante sollte am besten verstärkt werden, da sie der Schwachpunkt des Tuches ist.

Ich habe schlicht eine Runde feste Maschen darübergehäkelt.



100 Häkelteile: Granny Mandala

 #26





Ich habe noch ein Tuch in der Mache (#25), mir aber zwischenzeitlich in den hohlen Kopp gesetzt, dass mein Wohnklo dringend gehäkelte Fensterbilder/Mandalas/Traumfänger benötigt.

Zumal das Muttertier, die fiese Marliese, gerade coole Gardinen in Filethäkeltechnik herstellt.

Filethäkeln habe ich noch nicht ausprobiert, im Verkäufersprech: das ist nicht meine Abteilung.

Granny-Stich ist aber total meine Abteilung, ind ich habe dieses Modell auch schon in bunt gehäkelt.

Jetzt aber mal in weiß, damit alle angedachten Traumfänger zueinander passen.

Das Garn ist Häkelgarn von Action, generell passt aber fast jeder größere Rest, da das Schätzchen eh eingespannt wird.

Und da ich vor Ort weder einen Wollladen noch Bastelreifen finden konnte, habe ich bei Tedi Stickrahmen gekauft - erfahrungsgemäß funktioniert das ganz gut und sieht nett aus. 

Nebeneffekt: das ganze Vorhaben bleibt angenehm preiswert.

Wer das Ganze "in schön" machen möchte, nimmt Bastelreifen aus Metall und Filethäkelgarn statt Stickrahmen und Billiggarn.


Ich verlinke die englischsprachige Anleitung von Raymond *HIER*, das Ergebnis ist in der Größe gut anpassbar und eingängig, es sieht sowohl bunt als auch einfarbig sehr hübsch aus. 

Unter diesem Blabla habe ich als Beispiel deswegen drei ältere Dreamcatcher eingefügt.








Mittwoch, 15. Juli 2026

100 Häkelteile: Traumfänger 2

"Spinnennetz" aus dem Heftchen "Musterhits 01/2026 Die schönsten Häkelmuster Mandalas & Traumfänger".

Ich bin beim Posten dezent durcheinander gekommen, fällt gar nicht auf, oder? *ahemm*

Dies ist #27 btw.




100 Häkelteile: Traumfänger 3 und 4

Ich mag Spinnen ja.

So hübsche, saubere kleine Lebewesen (=alles, was im deutschsprachigen Raum so kreucht und fleucht), die Fliegen und Mücken verspeisen, oder große flauschige Lebewesen (=Vogelspinnen), die bezaubernd dumm gucken und großartige Haustiere abgeben.

Das klassische Spinnennetz bauen längst nicht alle Spinnen - Wolfspinnen (groß und haarig, tragen ihre Babies herum) und Springspinnen (klein und niedlich, wahnsinnig flink und ja, sie springen) gehen aktiv auf die Jagd und benötigen kein Fangnetz, Vogelspinnen sind Lauerjäger und spinnen lediglich ihre Wohnhöhle aus - theoretisch, praktisch dekorieren einige Exemplare auch das ganze Terrarium mit Spinnseide um.

Zurück zum Thema.

Das Spinnennetz als solches wird also längst nicht von allen Spinnen gebaut, und nicht alle Fäden sind klebrig.

Für ihre Zartheit sind die Fädchen auch erstaunlich robust.

Von unseren einheimischen Spinnen bauen Kreuzspinnen das schönste Netz, finde ich. 

International die schönste Spinnseide hat wohl die Seidenspinnenart Trichonephila inaurata, aus deren Seide das Golden Spider Silk Cape gewoben wurde.

Ich verlinke hier zwei Videos, einmal das Cape selbst und ein kurzes Video zum Herstellungsprozess.

Faszinierend, oder?

Noch skurriler: Simon Peers und Nicholas Godley waren nicht die ersten, die Spinnenseide als Rohstoff für Garn und Stoff verwendet haben - Spinnenseide wurde seit mindestens 1621 als wenig ergiebiger, aber hochwertiger Ersatz für Maulbeerspinnerseide genutzt.

Langer Rede gar kein Sinn: ich habe zwei weitere Traumfänger gehäkelt, mit einem sehr simplem Spinnennetzdesign, dass ich eigentlich schon letztes Jahr ausbaldowert habe, aber nie gepostet habe... ich schreibe noch eine halbwegs verständliche Anleitung dazu. 

Ach so: diese beiden Traumfänger sind #28 und #31 in meinem Vorhaben, dieses Jahr 100 Teile zu häkeln.




Sonntag, 12. Juli 2026

Virusoma IV

 Die Virusoma ist schon geraume Zeit fertig, sogar gespannt, ihr Enkelchen, ein klassisches Virustuch ist ebenfalls schon fertig und muss nur noch von den Spannmatten geknibbelt werden (ach, sie werden so schnell groß! 😜), aber ich habe erst jetzt ein paar halbwegs gescheite Fotos gemacht. 

Also, hier ist das Tuch in voller Pracht:

Das Tuch ist etwas breiter als mein Balkon. 😅



Die Kante habe ich mit je einer Nadel mittig in jedem Bogen gespannt, so ergab sich dieser hübsche Zackenrand.

Detail.




Mittwoch, 15. April 2026

Socken für mich: Hipsulaisen karuselli

 ANMERKUNG: diesen Post hatte ich eigentlich schon Ende Januar geschrieben. Und dann vergessen zu veröffentlichen 😬




Dieses Design der finnischen Designerin Kati Koitto verwendet eine völlig neue Konstruktion  - es wird ein Sechseck gestrickt, das an zwei Kanten geschlossen wird, an zwei Kanten wird, zur Runde geschlossen, der restliche Fuß angesetzt, an den übrigen zwei Kanten des Sechsecks wird in Runden das Bein gestrickt.





Die Konstruktion wird also von der Ferse aus gestrickt, das Sechseck bildet dabei auch Teil des Fußes und des Beins.



Bis auf die Naht am Fußrücken ist das ganze Strickstück ein Paradebeispiel für einfaches Maschendreschen, zum Beispiel vorm Fernseher oder als nebenher mit Google Maps jonglierender Beifahrer 😆

Die Umrechnung auf die individuelle Größe ist einfach, es gibt nur zwei Runden, und das Muster bietet sich für Reste, selbststreifendes und extrem unruhiges Garn an.

Und natürlich für Leute, die Spaß an ungewöhnlichen Konstruktionen haben.




Meine Karussellsocke hat insgesamt 68 Maschen, also 34 je Segment, Nadelstärke 2,5 auf 7 Nadelspielnadeln und verstrickt habe ich Meilenweit Seta.

Zwischendurch sieht die Socke mehr nach Mütze und sehr funky aus...