Samstag, 18. Juli 2026

Anleitung: Spinnennetztraumfänger

 

Anfang und erste Runde

6 Luftmaschen zum Ring schließen.

3 Luftmaschen als erstes Stäbchen, weitere 17 Stäbchen in den Ring.

Mit Kettmasche wieder zum Ring schließen.

Zweite Runde

4 Luftmaschen als Stäbchen und eine Luftmasche.

°1 Stäbchen, 1 Luftmasche° in jedes Stäbchen der Vorrunde.

Nach der letzten Luftmasche wieder mit Kettmasche schließen.

Dritte Runde

5 Luftmaschen (ergeben 1 Stäbchen und zwei Luftmaschen), °1 Stäbchen, 2 Luftmaschen ° in jedes Stäbchen der Vorrunde.

Mit Kettmasche schließen.

Vierte Runde

6 Luftmaschen als 1 Stäbchen und 3 Luftmaschen.

°1 Stäbchen, 3 Luftmaschen°, mit Kettmasche zum Ting schließen.

Nach diesem Schema verfahren, bis das Netz die gewünschte Größe erreicht hat.


Dann im Muster mit festen Maschen an den Ring häkeln.




Donnerstag, 16. Juli 2026

100 Häkelteile 2026: Der fasanenfarbene Ananaspfau

 Nach der Virusoma wollte gern noch etwas relativ Kleines und relativ Schnelles häkeln, die Tagesdecke ist aktuell ja leider - "dank" kaputter Schulter aus dem Rennen...





Und da ich das wunderbar altmodische Ananasmuster liebe und gern etwas Schnelles zusammenbasteln wollte, habe ich mich für den Pineapple Peacock Shawl von Amy Gunderson entschieden.

Das Muster ist gratis, hier kann man es bei Universal Yarn  herunterladen und hier bei Ravelry auch in anderen Garnen bewundern.

Bei YouTube gibt es sogar mehrere Videos (JMCrochet hat drei gemacht, in denen sie ruhig reihenweise häkelt), in denen Reihe für Reihe erklärt wird - obwohl das Tuch recht einfach gehäkelt ist und nur 30 Reihen hat, finde ich da grade für Anfänger*innen und Leute, die ihrem Häkelenglisch nicht so ganz trauen, sehr angenehm. 

➡️ Übrigens: Anfänger in irgendetwas zu sein, in einem sehr speziellen Fachbereich einer Fremdsprache nicht flüssig zu sein, ein visueller Lerner zu sein oder auch einfach mal bei einer Anleitung auf dem Schlauch zu stehen - all das ist nichts Ehrenrühriges; wir haben alle im Alltag genug Stress, den muss man nicht noch ins Hobby tragen. 😉

Ich hätte es gern im Originalgarn gehäkelt, habe aber auf die Schnelle keine deutsche Bezugsquelle gefunden 🤷‍♀️

Also beim nächsten Stadtbummel mehr oder weniger passendes Garn eingekauft - bei Zeeman habe ich Royal Batik Shine gefunden, und die Farbe 70 erinnert mich an Feld- und Buntfasane - passt ja irgendwie, immerhin ist der Pfau ein Mitglied der Familie Phasianidae, also ein Fasanenartiger. ☝️😜







Als Nadel habe ich meine ergonomische 6,0er von Prym benutzt, und wie eigentlich immer hätte ich ruhig noch eine halbe bis ganze Größe mehr nehmen können, dann fällt einfach alles schöner und flüssiger.


Übrigens: der fasanenfarbene Ananaspfau ist #24.

100 Häkelteile: Virustuch

 #25


Nach der Virusoma wollte ich auch das klassische Virustuch häkeln.

Meine lokale Action-Filiale hatte auch hübsches Garn, nämlich

Das Tuch ist nach der klassischen 0815-Anleitung gearbeitet, die mehrere Male auf Ravelry und Pinterest zu finden ist, ich hab den Chart einfach per Googlebildersuche gefunde. 😅

Als Kante habe ich diese hübsche Virus Shawl Border 2.0 gearbeitet, die überaschend viel Gsrn verbraucht, die obere Kante sollte am besten verstärkt werden, da sie der Schwachpunkt des Tuches ist.

Ich habe schlicht eine Runde feste Maschen darübergehäkelt.



100 Häkelteile: Granny Mandala

 #26





Ich habe noch ein Tuch in der Mache (#25), mir aber zwischenzeitlich in den hohlen Kopp gesetzt, dass mein Wohnklo dringend gehäkelte Fensterbilder/Mandalas/Traumfänger benötigt.

Zumal das Muttertier, die fiese Marliese, gerade coole Gardinen in Filethäkeltechnik herstellt.

Filethäkeln habe ich noch nicht ausprobiert, im Verkäufersprech: das ist nicht meine Abteilung.

Granny-Stich ist aber total meine Abteilung, ind ich habe dieses Modell auch schon in bunt gehäkelt.

Jetzt aber mal in weiß, damit alle angedachten Traumfänger zueinander passen.

Das Garn ist Häkelgarn von Action, generell passt aber fast jeder größere Rest, da das Schätzchen eh eingespannt wird.

Und da ich vor Ort weder einen Wollladen noch Bastelreifen finden konnte, habe ich bei Tedi Stickrahmen gekauft - erfahrungsgemäß funktioniert das ganz gut und sieht nett aus. 

Nebeneffekt: das ganze Vorhaben bleibt angenehm preiswert.

Wer das Ganze "in schön" machen möchte, nimmt Bastelreifen aus Metall und Filethäkelgarn statt Stickrahmen und Billiggarn.


Ich verlinke die englischsprachige Anleitung von Raymond *HIER*, das Ergebnis ist in der Größe gut anpassbar und eingängig, es sieht sowohl bunt als auch einfarbig sehr hübsch aus. 

Unter diesem Blabla habe ich als Beispiel deswegen drei ältere Dreamcatcher eingefügt.








Mittwoch, 15. Juli 2026

100 Häkelteile: Traumfänger 2

"Spinnennetz" aus dem Heftchen "Musterhits 01/2026 Die schönsten Häkelmuster Mandalas & Traumfänger".

Ich bin beim Posten dezent durcheinander gekommen, fällt gar nicht auf, oder? *ahemm*

Dies ist #27 btw.




100 Häkelteile: Traumfänger 3 und 4

Ich mag Spinnen ja.

So hübsche, saubere kleine Lebewesen (=alles, was im deutschsprachigen Raum so kreucht und fleucht), die Fliegen und Mücken verspeisen, oder große flauschige Lebewesen (=Vogelspinnen), die bezaubernd dumm gucken und großartige Haustiere abgeben.

Das klassische Spinnennetz bauen längst nicht alle Spinnen - Wolfspinnen (groß und haarig, tragen ihre Babies herum) und Springspinnen (klein und niedlich, wahnsinnig flink und ja, sie springen) gehen aktiv auf die Jagd und benötigen kein Fangnetz, Vogelspinnen sind Lauerjäger und spinnen lediglich ihre Wohnhöhle aus - theoretisch, praktisch dekorieren einige Exemplare auch das ganze Terrarium mit Spinnseide um.

Zurück zum Thema.

Das Spinnennetz als solches wird also längst nicht von allen Spinnen gebaut, und nicht alle Fäden sind klebrig.

Für ihre Zartheit sind die Fädchen auch erstaunlich robust.

Von unseren einheimischen Spinnen bauen Kreuzspinnen das schönste Netz, finde ich. 

International die schönste Spinnseide hat wohl die Seidenspinnenart Trichonephila inaurata, aus deren Seide das Golden Spider Silk Cape gewoben wurde.

Ich verlinke hier zwei Videos, einmal das Cape selbst und ein kurzes Video zum Herstellungsprozess.

Faszinierend, oder?

Noch skurriler: Simon Peers und Nicholas Godley waren nicht die ersten, die Spinnenseide als Rohstoff für Garn und Stoff verwendet haben - Spinnenseide wurde seit mindestens 1621 als wenig ergiebiger, aber hochwertiger Ersatz für Maulbeerspinnerseide genutzt.

Langer Rede gar kein Sinn: ich habe zwei weitere Traumfänger gehäkelt, mit einem sehr simplem Spinnennetzdesign, dass ich eigentlich schon letztes Jahr ausbaldowert habe, aber nie gepostet habe... ich schreibe noch eine halbwegs verständliche Anleitung dazu. 

Ach so: diese beiden Traumfänger sind #28 und #31 in meinem Vorhaben, dieses Jahr 100 Teile zu häkeln.




Sonntag, 12. Juli 2026

Virusoma IV

 Die Virusoma ist schon geraume Zeit fertig, sogar gespannt, ihr Enkelchen, ein klassisches Virustuch ist ebenfalls schon fertig und muss nur noch von den Spannmatten geknibbelt werden (ach, sie werden so schnell groß! 😜), aber ich habe erst jetzt ein paar halbwegs gescheite Fotos gemacht. 

Also, hier ist das Tuch in voller Pracht:

Das Tuch ist etwas breiter als mein Balkon. 😅



Die Kante habe ich mit je einer Nadel mittig in jedem Bogen gespannt, so ergab sich dieser hübsche Zackenrand.

Detail.




Mittwoch, 15. April 2026

Socken für mich: Hipsulaisen karuselli

 ANMERKUNG: diesen Post hatte ich eigentlich schon Ende Januar geschrieben. Und dann vergessen zu veröffentlichen 😬




Dieses Design der finnischen Designerin Kati Koitto verwendet eine völlig neue Konstruktion  - es wird ein Sechseck gestrickt, das an zwei Kanten geschlossen wird, an zwei Kanten wird, zur Runde geschlossen, der restliche Fuß angesetzt, an den übrigen zwei Kanten des Sechsecks wird in Runden das Bein gestrickt.





Die Konstruktion wird also von der Ferse aus gestrickt, das Sechseck bildet dabei auch Teil des Fußes und des Beins.



Bis auf die Naht am Fußrücken ist das ganze Strickstück ein Paradebeispiel für einfaches Maschendreschen, zum Beispiel vorm Fernseher oder als nebenher mit Google Maps jonglierender Beifahrer 😆

Die Umrechnung auf die individuelle Größe ist einfach, es gibt nur zwei Runden, und das Muster bietet sich für Reste, selbststreifendes und extrem unruhiges Garn an.

Und natürlich für Leute, die Spaß an ungewöhnlichen Konstruktionen haben.




Meine Karussellsocke hat insgesamt 68 Maschen, also 34 je Segment, Nadelstärke 2,5 auf 7 Nadelspielnadeln und verstrickt habe ich Meilenweit Seta.

Zwischendurch sieht die Socke mehr nach Mütze und sehr funky aus... 

Anleitung: Mäppchen oder Tasche in Spiralrunden häkeln





 Dafür schnappen wir uns einen Taschenrohling, zum Beispiel einen preiswerten Jutebeutel oder wie ich hier ein kleines Baumwollmäppchen, Garn und eine zum Garn passende Häkelnadel. 

Später noch Nähzeug.

Mein Garn ist Royal Batik von Zeeman (100% Acryl), ich habe eine 5,0-Häkelnadel und ein Baumwolltäschchen von Tedi.





Zuerst locker!!! soviel Luftmaschen anschlagen, wie das Mäppchen lang ist, dann noch ein bis anderthalb Zentimeter zusätzlich - ich häkle sehr fest, und das Futter soll später eingenäht werden können, ohne Wellen zu werfen oder knubbelig in der Häkelhülle zu stecken. Dann lieber ein paar Millimeter Luft, das ruckelt sich zurecht ☝️🥸








Zumal die Luftmaschenkette sich noch ein wenig verkürzt, denn wir häkeln jetzt erstmal schön feste Maschen bis zum Anfang/Ende der Kette, dann in die selbe Anfangsmasche noch zwei feste Maschen und dann ins jeweils zwei Maschenglied der Kette. Am Ende angekommen zwei feste Maschen in die letzte Luftmasche, dann ohne Kettmaschen und dergleichen Feinheiten eine feste Masche in die nächste Masche - und das jetzt solange, bis das Mäppchen hoch genug ist. 




Dann Fäden vernähen und das Innenleben sauber einnähen.



Et voila, ein gehäkeltes Täschchen.



Virusoma III, und mimimi

 Das Tuch ist fertig. 

Also fast.

Es muss noch gespannt werden, was ich mir fürs morgendliche Sportprogramm vorgenommen habe.

Verhäkelt habe ich ein Knäuel Supergarne Twisto in Amethyst, und vorm Spannen sieht es jetzt nach einem großen Hals- oder kleinem Schultertuch für mich oder einem angemessen großem Schultertuch für Nichtwalküren aus.

Die lange Kante würde ich ungespannt auf gute 1,70 m schätzen, feucht gespannt könnten es 1,80 m + werden.

Schau'n wa mal.

Insgesamt gefallen mir Design, Garn und die Kombination aus beidem sehr, allerdings würde ich im Nachhinein eine größere Häkelnadel wählen, da ich brutal fest stricke und häkle.

Und im Moment auch noch langsamer als sonst, da ich mir die rechte Schulter geschrottet habe... wobei, "Schulter" ist nicht ganz richtig, die Rotorenmanschette ist beschädigt.

Weswegen ich auch im Moment nicht an Kaiju, meiner übergroßen Tagesdecke arbeite - die ist mir grade schlicht zu schwer und unhandlich für das wehe Ärmchen/Schulterchen. Aaaaaber, sie wird noch beendet! Vielleicht dauerts noch ein wenig länger, aber sie ist schon zu groß und weit vorangeschritten, um sie liegen zu lassen. Außerdem gefällt sie mir richtig gut, was bei meinen eigenen krummen Ideen nicht immer der Fall ist. ☝️😆

Also gibts jetzt erstmal Stricksocken und vielleicht noch ein weiteres schönes Tuch, bis ich wieder komplett hergestellt bin.

Montag, 13. April 2026

Einfacher Anglerhut, ein grobes Grundrezept

 




Diese Grundanleitung erfordert ein wenig Mathematik (keine Sorge, wir lassen rechnen ☝️😆), sowie Garn und Häkelnadel, mit denen ein recht steifer Stoff hergestellt werden kann - was Ihr verwendet, überlasse ich Euch, aber einfach genommene dünne Garne funktionieren eher nicht.

Alle Größen, von Baby bis Erwachsenenbumskopp sind machbar.

Der Häkelstoff sollte etwa so fest wie dicker Jeansstoff sein, oder fester, wenn der Hut etwas strukturierter sein soll.

Ob Ihr das mit mehrfach genommenener Sockenwolle oder Baumwollgarn, Acrylgarn oder Raffia macht und welche Häkelnadel Ihr dazu nehmt, überlasse ich Euch, ich habe Alison & Mae Sundae Yarn und eine 6,0-Häkelnadel genommen - weil ich den ergonomischen Griff austesten wollte und das Garn seit gefühlten Ewigkeiten auf Halde lag.

Der Anglerhut besteht aus drei Teilen, die ich als Modedepp jetzt mal ganz doof Hutdeckel, Hutseite und Hutkrempe nenne. 


1. Teil: der Hutdeckel

Der Hutdeckel wird als Kreis gehäkelt, und den Durchmesser, den wir haben wollen, berechnen wir: zuerst wird der Kopfumfang gemessen.

Daraus errechnen wir bzw ein Rechner für uns den nötigen Durchmesser unseres Hutdeckels.

Einen Rechner verlinke ich Euch hier, dazu einfach das Messergebnis in "Umfang" eintragen und "berechnen" anklicken.

➡️ Wer lieber "von Hand" rechnet, benutzt die Formel 

Durchmesser=Umfang÷3,14


Rechenbeispiel: wir möchten einen Hut mit 60 cm Umfang, dazu spuckt der verlinkte Rechner mir 19.098 aus, der Taschenrechner 19,1 (weil wir mit weniger Nachkommastellen von pi rechnen).

19 cm reichen also als mein Durchmesser, wenns 18,8 oder 19,2 cm sind, ist das auch nicht dramatisch. 

➡️ ich möchte meinen Hut locker haben, wer etwas mehr Passform/einen engeren Sitz haben möchte, zieht 2 cm ab! 



Gehäkelt wird wie folgt:

Runde 1: In einen Magic Ring werden 10 feste Maschen gehäkelt. ➡️ Warum 10? Weil nun damit einfach weiterrechnen kann, wenn später die Krempe gemacht wird. Keine Bange, es bleibt simpel!

Runde 2: in jede feste Masche der Vorrunde zwei feste Maschen häkeln = 20 Maschen aschen

Runde 3 und alle weiteren ungeraden Runden: eine feste Masche in jede Masche der Vorrunde häkeln = die Maschenzahl bleibt gleich.

Runde 4: *eine feste Masche in die erste Masche der Vorrunde häkeln, zwei feste Maschen in die zweite Masche der Vorrunde häkeln* = 30 Maschen 

Runde 6: *je eine feste Masche in die erste und zweite Masche der Vorrunde häkeln, zwei feste Maschen in die dritte Masche der Vorrunde häkeln* = 40 Maschen 

Runde 8: *je eine feste Masche in die erste, zweite und dritte Masche der Vorrunde häkeln, zwei feste Maschen in die vierte Masche der Vorrunde häkeln*

So weiterverfahren, bis der Hutdeckel ganz knapp fast die gewünschte Größe hat, egal, ob es eine gerade oder ungerade Runde ist.

Der Übergang von Deckel zu Hutseite ist eine Runde fester Maschen ohne Zunahmen, bei denen nur ins hintere Maschenglied eingestochen wird, dadurch entsteht eine kleine Kante.



2. Teil: die Hutseite 

Easypeasy - feste Maschen ohne Zunahmen in Runden, bis man den Eindruck hat, der Hut säße anständig am Kopf.

Dazu habe ich meinen einfach alle paar Runden anprobiert. 

In der letzten Runde, der Übergangsrunde zur Krempe, bei jeder festen Masche nur ins vordere Maschenglied einstechen. 





3. Teil: die Hutkrempe 

Die Maschen einmal durchzählen - bei mir sind es 87, obwohl es 90 sein sollten. Halb so wild, solange der bisher entstandene unfertige Hut nicht zu eng ist. 🤷‍♀️

1. Runde: feste Maschen, dabei auf eine Zahl teilbar durch 10 zu- oder abnehmen.

2. Runde: *in die ersten 9 Maschen der Vorrunde je eine feste Masche häkeln, in die 10. Masche der Vorrunde 2 feste Maschen häkeln. 

3. und alle weiteren ungeraden Runden: in jede Masche der Vorrunde eine feste Masche häkeln. 

4. Runde: *in 11 Maschen der Vorrunde je eine feste Masche häkeln, in die 12. Masche der Vorrunde 2 feste Maschen häkeln*

Usw., bis die Krempe weit genug ist.

Dann alle Fäden gründlich vernähen. 




Montag, 6. April 2026

100 Häkelteile 2026: #23, Anglerhut

 Da ich im Moment etwas lädiert bin und feine Fisselarbeiten unlustig sind, wenn man den rechten Arm nur wenig bewegen kann, habe ich ein recht grobmotorisches Teil dazwischen geschoben; es lag genug Garn herum, das nicht anderweitig verplant war, ich wollte die ergonomische Häkelnadel ausprobieren, und nachdem mein Strohboater mittlerweile auseinanderfällt, brauche ich auch einen neuen Sonnenhut.

Also habe ich dieses Monstrum gehäkelt; an einer halbwegs brauchbaren Anleitung arbeite ich noch.

Ja, der Hut ist kein Highlight des Modedesigns, dafür einfach und leicht anzupassen. 🤷‍♀️



Montag, 23. März 2026

100 Häkelteile 2026: Virusoma, Teil 2

Ich habe ein paar Tage pausieren müssen und häkle immer noch mit angezogener Handbremse... meine rechte Schulter hat beschlossen, komplett zu streiken, sodass ich nur den Unterarm ein wenig bewegen kann, ohne dass es schmerzt.
Nun ja, ganz ohne Handarbeiten gehts nicht, häkle ich halt noch langsamer als sonst 😒

Der fünfte Teil des Tuches ist wieder im Grannystich, hier habe ich 2 Rapporte gehäkelt, danach kommen 3 Rapporte Virus.

Allmählich wechselt die Farbe Faden für Faden nach Flieder.  💪



Sonntag, 15. März 2026

100 Häkelteile 2026: Virusoma

 Nummer 22 meiner angestrebten 100 Häklereien dieses Jahr wird ein Tuch mit Grannystich- und Viruselementen.

Man könnte sich das selbst berechnen. 

Oder man nutzt eine Anleitung, ich nutze diese von Pat Foster.

Als Garn habe ich Twisto von Supergarne in der Farbe Amethyst, dazu eine Häkelnadel 3,5.


Den Anfang habe ich, wie in der Anleitung, mit 4 Reihen Grannystich und zwei Rapporten Virusstich gehäkelt, danach hat man eigentlich den Bogen raus  - Grannyteile sind immer vier Reihen, die beliebig oft wiederholt werden, darüber dann Rapporte vom Virusstich, die ebenfalls beliebig oft wiederholt werden können. 

Mein bisheriger Stand ist jetzt: 

  • • 1 Rapport Granny
  • • 2 Rapporte Virus 
  • • 2 Rapporte Granny 
  • • 3 Rapporte Virus.
Und ich bin gaaaaanz vorne beim zweiten Farbwechsel - der erste war von Nachtblau zu Marineblau, jetzt schleicht sich der erste winzige Hauch hellblau ein.

Bislang gefällt mir das Tuch sehr gut, und durch die zwei simplen und unterschiedlichen Stiche ist es sowohl beim Häkeln wie auch optisch ganz interessant. 


Das Garn besteht aus sechs verzwirnten Fäden (ich habe es fürs Foto etwas aufgedröselt [aaargh, der schmutzige Daumennagel 🤨]), von denen nach und nach immer mehr in eine andere Farbe wechseln.
Im Moment wechseln wir langsaaaaaaam von Marineblau zu einem hellen Babyblau.

Montag, 9. März 2026

100 Häkelteile 2026: Nummer 1-21

 


Music: Fun Ukulele

Music by Dvir Silver from Pixabay

Link: https://pixabay.com/music/fun-ukulele-happy-music-60-sec-loop-239667/


Samstag, 17. Januar 2026

100 Häkelteile, Nummer 1 bis 14. So was Ähnliches wie eine Buchvorstellung. Und Gemotze.

 Mein Projekt dieses Jahr ist 100 Teile häkeln, und bis jetzt habe ich gut vorgelegt:

13 Schneeflocken und ein Kosmetikbeutelchen. 

Die Flocken sind aus Caitlin Sainios Buch "100 Snowflakes To Crochet", ich glaube, es gibt auch eine deutsche Ausgabe - die englische war aber 2nd hand bei Amazon günstiger und ich bin geizig 😬.

Ich weiß nicht, ob es zwei englischsprachige Ausgaben gibt, aber mein Buch verwendet UK-Häkelvokabular - für ein international verlegtes Buch wäre das ungewöhnlich. 

Macht aber gar nichts, da das Buch neben Textanleitung zu jeder Schneeflocke eben auch klare und nicht zu hell oder winzig gedruckte Diagramme hat. 

Ich hasse es, wenn ich schon tagsüber mit Lampe arbeiten oder meine Omi-Leselupe benutzen muss, weil der Verleger Diagramme in Pastell und zwergenklein druckt.            Lesebrille aufsetzen und bei Dämmerung/Dunkelheit mit Lampe arbeiten ist okay, aber wenn ich Bücher eines bestimmten Autors oder Verlages regelmäßig schlecht lesen kann, nimmt mir das den Spaß an der Sache und ich kaufe dann vielleicht/ mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht das nächste Buch. 

Selbiges gilt auch für schlechte Fotos und Formatierung - und schlechte Fotos sind nicht nur zu kleine, dunkle oder unscharfe Fotos, sondern auch für solche mit high definition,  bei denen aber Wolle und Muster sich gegenseitig fressen und alles einfach nur unruhig ist und das Muster vor lauter Farbkrawall verschwindet. Das scheint eine "Spezialität" deutscher Handarbeitsbücher und -zeitschriften zu sein, bei den Amis wird dagegen recht originell formatiert und außerhalb der US of A muss ALLES umgerechnet werden - Gewichte, Längen, Garnstärken, Häkelnadeln...

Genug gemotzt, was habe ich bislang gehäkelt?

1.: Schneeflocke "Kossava"

2.: Schneeflocke "White Buran"

3.: Schneeflocke "Spring Snow"

4.: Schneeflocke "Stellar Crystal"

5.: Schneeflocke "Nevada"

6.: Schneeflocke "Flurry"

7.: Kosmetikbeutelchen, frei Hand

8.: Schneeflocke  "Sea Ice I"

9.: Schneeflocke "Autan Noir"

10.: Schneeflocke "Permafrost"

11.: Schneeflocke "Bora"

12.: Schneeflocke "Nieve Penitente"

13.: Schneeflocke "Nemere"

14.: Schneeflocke "Firnspiegel"


Ungespannt siehts halt noch sehr schief und klumpig aus.

2026, olé olé

 Hoffentlich seid ihr alle gut ins neue Jahr gekommen?

Ohne euch die Strick- und Häkelhändchen an Böllern zu verletzen?

Sehr gut.

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, ...

• mir auch mal selber wieder Socken zu klöppeln; Freunde und Verwandte sind versorgt, ich habe dagegen gekaufte Socken an. Das geht so nicht ☝️

• weiter an Kaiju, der Tagesdecke, zu arbeiten. Der Kater hat auf dem gefalteten WiP geschlafen und findet sie sehr bequem, das muntert doch auf 💪

• 100 Teile dieses Jahr häkeln. Kaiju steht dabei nicht zur Debatte, aber kleinere Projekte wie Applikationen oder meine aktuelle sehr spezifische Begeisterung für Häkelschneeflocken lasse ich jeweils als ein Teil zählen. Dinge aus Granny squares und ähnliches zählen als Ganzes, nicht in Einzelteilen; eine Tasche aus 8 Grannies ist *ein* Teil, fünf Schneeflocken sind fünf Teile. 

• mehr an Techniken zu arbeiten. Ich bin nach wie vor zu doof für Fairisle- und Norwegertechnik, wollte verschiedene Techniken für verkürzte Reihen testen und bin im Häkeln nach wie vor ambitionierter Anfänger.


Mal sehen was aus meinen Vorsätzen wird, am Ende des Jahres werde ich ein Fazit ziehen.

Wenn ich es nicht vergesse... 😅

Freitag, 19. Dezember 2025

Fernsehdecke V - back in action

 Nach Weihnachtsstrickerei und -häkelei im Akkord habe ich ENDLICH wieder Zeit für meine Decke, auch liebevoll Kaiju genannt (wobei ich mir sehr sicher bin, dass der gehäkelte Riesenlappen eher nicht gegen Godzilla kämpfen und Tokyo zertrampeln wird).

Ein SchleFaZ im Fernsehen (ich schreibe in einer Werbeunterbrechung) oder ein gutes Hörbuch und auf geht's. 

Bis Jahresende würde ich gerne die Zickzackreihen (eine Reihe gelb zuende, darüber drei Reihen weiß) fertig haben, danach müssen die blauen Dreiecke gehäkelt und angenäht werden.

Darüber dann gerade Streifen, und dann schauen wir mal, ob das Schätzeken dann breit genug für meinen Geschmack ist.

Auf jeden Fall werden noch eine Menge Arbeit und Garn in die Decke wandern. 😅

Montag, 13. Oktober 2025

Die Fernsehdecke IV - Update

 Die Decke ist, dank monströser Ausmaße und meines sehr... langsamen... Häkel... trmpos... immer noch weit von ihrer Fertigstellung entfernt.


Dafür habe ich beschlossen, zwei Zickzackstreifen mehr pro Seite einzubauen, damit das Schätzchen auch schön breit und nicht einfach nur lang wird, und auf der einen Seite auch schon angefangen, die blauen Dreiecke zu häkeln.

Aktueller Stand der Dinge:


 

Länge 2,70 m, Breite 1 m.

Samstag, 13. September 2025

Restesocken: Entrelac

 

Die Socke passt nicht ganz auf mein Plastikbeinchen 😅

Eine schlechte eigene Anleitung erspare ich uns allen, stattdessen verlinken ich lieber auf das sehr gute Video von Sylvie Rasch (CraSy Sylvie), die such erklärt, wie man sich das Muster passend für die eigenen Füße berechnet, und ein recht anständig geschriebenes Muster von Drops, das ich schon mehrfach benutzt habe. 

Entrelac ist nicht sonderlich schwierig, auch wenn die Technik sehr eindrucksvolle Ergebnisse liefert. Und bitte nicht erschrecken: besonders die ersten Runden sehen komplett behämmert aus. Das Muster braucht ein paar Rapporte, um sich optisch zu etablieren.

Und bitte keine Angst vorm Rechnen! Das geht pillepalle mit dem guten alten Dreisatz, und niemand schimpft, wenn ihr - wie ich - den Taschenrechner benutzt. 

Meine Socke hat ein 2×2-Bündchen über 20 Runden und 68 Maschen.

68 Maschen, da ich 1. ziemlich fest stricke, 2. zur Fußballerwade tendiere und 3. einen hohen Spann habe und mit den regulären 60 Maschen nicht die Socke über die Ferse gezogen bekomme.

Von diesen 68 Maschen nehme ich für den Entrelac-Teil 20% ab - Entrelac verhält sich anders als normal in Runden glatt rechtes Gestrick.

Hier gibt es jetzt zwei einfache Rechenwege: der altbewährte Dreisatz:

68 Maschen sind 100%

68/100=0,68 

Also sind 0,68 Maschen 1%.

Das nehmen wir ×80

0,68×80=54,4 Maschen


Alternativ rechnen wir mit Kommazahl 68×0,8=54,4

Kurze Überlegung: wollen wir große oder kleine Karos? Viele oder wenige? 

Ich habe beschlossen, 6 Karos à 9 Maschen zu stricken, das lässt sich gut aufs Nadelspiel sortieren. Auch 9 Karos zu je 6 Maschen funktionieren, oder wir runden unser Ergebnis auf 55 und machen 11 kleine Karos zu je 5 Maschen. Oder 5 große zu je 11 Maschen. 

Die nötigen Abnahmen werden jetzt mehr oder weniger gleichmäßig verteilt, dann zum ersten bunten Rest wechseln und eine Runde glatt rechts stricken. So kann der Faden später gut vernäht werden.

Ich habe die Startdreiecke mit Doppelmaschen gestrickt (im Video von Sylvie wird das gut erklärt), weil der Übergang von glatt rechts zu Dreieck so schöner und gleichmäßiger ist.

Da ich einen großen dunklen SoWo-Rest hatte, habe ich diesen für Bündchen, Fuß und jede zweite Runde Entrelac verwendet, knatschbunt oder Ton in Ton geht auch sehr gut.

Für die Restesocken habe ich Startdreiecke,  7 Runden Karos und Enddreiecke (wieder mit Doppelmaschen) gestrickt, dann wieder mit dem dunklen Rest auf 66 Maschen zugenommen. 

Die Enddreiecke wurden mit Doppelmaschen gearbeitet. 


Warum 66, wenn das Bein 68 Maschen hat?

Die Socke soll gut am Fuß sitzen, der ist bei mir nicht so dick wie die Wade.

➡️ Sockentabellen sind praktische Anhaltspunkte, aber sie sind nicht Gesetz. Keine Hemmungen, wenn ihr ein paar Maschen mehr oder weniger braucht, um eure Socken mit eurer Maschenprobe auf euren Fuß anzupassen. Das bedeutet nicht, dass Gestrick oder Körper komisch sind. Und wenn der Fußteil bei Maschenzahl XY schlabbert, während das Bein gut sitzt, dann nehmt einfach paar Maschen nach der Ferse ab und/oder strickt ein Rippmuster unterm Fuß.

Als Fersenwand habe ich das Jutemuster genommen, das gefällt mir sehr gut und ist auch schön haltbar. 

Fersenwand im Jutemuster. 

Für zusätzliche Bequemlichkeit gibt's noch eine Hufeisenferse. 


Trittform der Hufeisenferse. 


Im Zwickel habe ich ein wenig herumgepielt und das Zwickeldreieck im kleinen Perlmuster gestrickt.

Dafür musste wieder gerechnet werden:

Maschen aus dem Rand popeln, zählen und rechnen:

XY Maschen auf der Fersenseite total - 33 reguläre Fersenmaschen; neues Ergebnis durch 2=Zwickelmaschen je Seite.

Je zwei Maschen Abstand zum Spann.

Passend Markierer einhängen.

Der Zwickel wird nun im Kleinen Pwrlmuster gestrickt, die Abnahmen dabei in k2tog bzw ssk. Die restliche Socke ist glatt rechts.


Türkis: Zwickeldreieck im Kleinen Perlmuster, blau: Fersenwand im Jutemuster. 


Das Ganze über 15 Runden, dann die Zwickelmuster- und -abnahmespielerei weiterführen, auf dem Oberfuß aber nun das Strukturmuster beginnen:

Strickschrift für das Oberfußmuster


Nach der Beendigung der Strickschrift noch 15 Runden stricken, dann die Bandspitze beginnen.