Was lange währt wird endlich gut... wobei, das ist Quatsch, ich hatte mit disem Muster keine Probleme, ich hab nur rumgebummelt, weil ich zwischendurch die fixe Idee hatte, endlich gescheit Häkeln zu lernen (Spoiler: hat geklappt).
Und dann ewig und drei Tage zum Posten gebraucht.
Verwendet habe ich Supergarne Aktiv Uni in Apfelgrün, ein schönes Granny-Smith- oder Wasabigrün.
Das Muster ist Safe Harbor, ein Design von Amy Rapp, die es "für umme" als Ravelry-Download online gestellt hat.
Das Muster ist sehr gut erklärt und trotz Fallmaschen, die wieder aufgepopelt werden, Zöpfen und Spitze nicht schwer zu stricken und gut zu merken.
Anmerkung: wer eher stramm strickt (wie ich) UND klobige Füße hat (wie ich) pfuscht vielleicht zwischen den Mustern ein paar linke Maschen dazu undoder nimmt eine dickere Nadel - ich würde die Socken über die Füße bekommen, aber sie sind was spack.
Also habe ich sie etwas länger gestrickt, sie wandern in die Weihnachtskiste und wärmen dann im Winter Damenfüße in Größe 42/43.
Modifikationen:
Mir hat das Originalbündchen nicht gefallen, also habe ich ein neues gebastelt, das ins Muster übergeht.
Ich habe eine Herzchenferse mit verstärkter Fersenwand (Eye of Patridge-Muster) gestrickt und für die Spitze die gute alte Bandspitze gewählt.
Nicht schön gezeichnet, aber hoffentlich brauchbar: mein Bündchenchart.
Irgendwie habe ich grade einen Run mit Zopfmustern... 😅 und dies ist die vierte Socke in Folge "cuff down", also (für uns im deutschen Sprachraum) klassisch vom Bündchen nach unten gestrickte Socke.
Und weil ich es grundsätzlich immer gut finde, etwas für mich neues zu lernen, und falls es Euch auch so geht oder Ihr einfach unsicher seid, was die komische Frau im Internetz da überhaupt meint: ich habe Videos von verschiedenen talentierten Strick-YouTuber*innen eingebunden, die bestimmte Dinge sehr gut zeigen und erklären.
Fürs Bündchen habe ich 48 Maschen im Altnorwegischen Anschlag angeschlagen und für 10 Runden 1 rechts, 2 links, 1 rechts gestrickt.
Das Rippmuster vom Bündchen geht glatt in das Zopfmuster über. Ich bin ein bisschen stolz auf meine Übergangsrunde.
Für einen guten Übergang ins Muster habe ich ein wenig gepfuscht; mein Übergang vom Bündchen zum Muster war auf der Vorderseite 1 rechts, 2 links,1 rechts, einen aus dem Querfaden zunehmen, 1 rechts, 2 links, 1 rechts, ssk, 4 rechts, zwei rechts zusammenstricken, 1 rechts, 2 links, 1 rechts, eine aus dem Querfaden zunehmen, 1 rechts, 2 links, 1 rechts.
Die Beinrückseite habe ich weiter im Rippenmuster gestrickt.
Die Übergangsreihe auf der Vorderseite sorgt dafür, dass das Rippenmuster sich optisch exakt mit dem Zopfmuster verbindet.
Für die Maschenzunahme habe ich ein gutes Video von eliZZZa eingebunden; die Zunahme ist schnell und einfach gestrickt, aber umständich zu erklären:
Nach sieben Zopfrapporten habe ich mich an die Ferse gemacht; die Ferse habe ich glatt rechts über die Beinrückseite gestrickt, also über 24 Maschen.
Meine modifizierte Bumerangferse, schön rund und ohne Löcher. 😀
Diese Ferse habe ich mit shadow wraps gestrickt; die sind relativ ungewohnt, aber simpel zu stricken und ergeben eine saubere verkürzte Reihe ohne unelastisch zu sein oder hässliche Löcher.
Ich verlinke ein Video von Maschenmarie; sie strickt eine andere, auch sehr schöne und gut sitzende Ferse, vor allem zeigt und erklärt sie aber die Technik sehr gut:
Meine modifizierte Ferse wird wie folgt gestrickt:
1. Reihe (Hinreihe): bis zur letzten Fersenmasche stricken, shadow wrap und wenden.
2. Reihe (Rückreihe): bis zur letzten Fersenmasche links stricken, shadow wrap und wenden.
3. Reihe (HR): bis zur letzten Fersenmasche vorm shadow wrap stricken, einen neuen shadow wrap machen, wenden.
4. Reihe (RR):
bis zur letzten Fersenmasche vorm shadow wrap stricken, einen neuen shadow wrap machen, wenden.
Reihe 3 und 4 wiederholen, bis links und rechts je 8 shadow wraps auf der Nadel sind und 8 rechte Maschen in der Fersenmitte.
Der erste Teil der Ferse ist fertig. Jetzt ein Käffchen zur Stärkung, und dann weiter: zwei komplette Runden rechte Maschen, die shadow wraps dabei abstricken.
Am Fersenbeginn kurz pausieren - ole ole, das war Teil 2 dieser Ferse!
Auf in den Endspurt!
1. Reihe (HR): 16 Fersenmaschen stricken, ein shadow wrap, wenden.
2. Reihe (RR): 8 Fersenmaschen stricken, ein shadow wrap, wenden.
3. Reihe (HR): bis zum shadow wrap stricken, diesen abstricken, die nächste Masche zum shadow wrap machen und wenden.
4. Reihe (RR): bis zum shadow wrap stricken, diesen abstricken, die nächste Masche zum shadow wrap machen und wenden.
Die Reihen 3 und 4 wiederholen, bis nur noch am Fersenanfang und Fersenende je ein shadow wrap liegt.
Ab jetzt wieder in Runden stricken, die shadow wraps dabei abstricken.
Tataaaaaa! eine schöne und gut sitzende Bumerangferse ohne fiese Löcher.
Den Fuß habe ich jetzt 18 cm lang gestrickt, ab da dann mit der Bandspitze begonnen.
Bei dieser habe ich das Muster weitergeführt und sie stumpf mit 16 Maschen gesamt geschlossen; da ich für den klassischen Maschenstich zu doof bin, habe ich die Socke auf links gezogen und im Finchley graft geschlossen; der ist optisch mit dem normalen Maschenstich (Kitchener stitch oder grafting) identisch, aber sehr viel einfacher, finde ich.
Ich verlinke ein englischsprachiges Video von Roxanne Richardson - keine Bange, wenn die Fremdsprachenkenntnisse eher mau sind, sie zeigt die Technik sehr klar!
Stumpfe Bandspitze, im Finchley Graft geschlossen. Der normale Maschenstich funktioniert natürlich genauso gut. ;)
Durch den Ripp- und Zopfmustermix sieht die Socke sehr eng aus..
...ist sie aber gar nicht! 😁
Insgesamt war dies eine schnelle, schöne Socke mit eingängigem Muster.
Auch das Garn hat Spaß gemacht beim Verstricken.
Wie bei allen Stricker*innen sammeln sich bei mir die Reste...
Also versuche ich ab und an, wieder Herrin der Lage zu werden und da mal ein wenig was von wegzustricken.
Und da ich bei soviel schlechten Nachrichten in letzter Zeit auch gerne mal was Schnelles und Lustiges für ein kleines Erfolgserlebnis mache, kaum noch kitschige Haarspangen habe, dafür aber Material und aktuell auch Zeit genug, habe ich gestern ein paar Blumen gestrickt. 😁
Alles aus Sockenwollresten:
Rose pins aus dem alten und nicht mehr existenten Blog; die Anleitung habe ich aber beizeiten und für umme auf Ravelry hochgeladen (deutsch und englisch). ⇒ Anleitung
Diese hübsche Blüte nennt sich The short rose und findet sich als englischsprachige Gratisanleitung bei Ravelry.
Sie wird kraus rechts mit verkürzten Reihen gearbeitet und ist sehr, sehr einfach zu stricken.
Durch die verkürzten Reihen legt sie sich praktisch von selbst in Form. ⇒ Anleitung
Das Blatt ist das Citrus leaf aus Lesley Stanfields Buch "100 Flowers to Knit and Crochet", es gibt eine deutschsprachige Ausgabe, soweit ich weiß.
Ich empfehle dieses Buch wärmstens für Leute, die gerne Spängchen, Broschen, Mützendeko, etc aus Resten stricken und häkeln möchten.
Dieses Schätzchen ist noch nicht auf Spange, Clip oder Kämmchen montiert.
Diese Lemon blossoms stammen auch aus Lesley Stanfields Buch.
Die sind recht witzig zu stricken, es wird quer gestrickt und aus einer Masche werden mehrere gepopelt.
Die irisierenden Perlchen in der Mitte sind edelste Plastikperlen von Woolworth, von mir in einem Anfall von Wahnsinn gekauft und seitdem nie benutzt.
Hier passen sie, finde ich, ganz gut, und da sie leicht sind, ziehen sie mir nicht durch ihr Gewicht die Pins aus der Frisur.
Nachdem meine Januarsocken ja zur Hälfte verschwunden sind und ich im Februar erst mal ein paar Tage flach gelegen habe, habe ich doch schon am 09. Februar ein frisches Paar angeschlagen, und dank geschickter Musterwahl am 22. Februar fertiggestellt und direkt vernäht.
Zu den aktuellen Socken:
Ich habe in einem Anfall von Lustigkeit ein aufregend beige-grau-pastelliges Garn gekauft.
Normalerweise bin ich eher der Typ Clownkotze in neon mit Glitter, von daher ist das ziemlich ungewöhnlich für mich.
Da das Garn selbststreifend ist, wollte ich kein Spitzenmuster wählen, da stören sich Streifen und Muster oft (aber nicht immer) gegenseitig.
Also ein schönes Zopfmuster, mit klaren, nicht zu schnörkeligen Strukturen, damit Garn und Muster sich gegenseitig ergänzen können und ich nicht dauernd in die Anleitung schauen muss.
Ich habe mich für Micha Kleins Muster "Lass dein Haar heruter" in der Variante 2 entschieden, es erfüllt alle meine Ansprüche für dieses Paar Socken, passt - finde ich - auch gut zu den weichen Natur- und Pastelltönen und ist trotz aller Simplizität nicht fade zu stricken.
Generell mag ich die Designs von Micha Klein alias Wolletraum sehr und habe auch schon mit Begeisterung die Lufthexe (Anleitung und meine Socken) und 4mal HexHex (Anleitung und meine Socken) gestrickt.
Komischer Winkel, da am eigenen Bein geknipst. Ich sollte mir vielleicht doch mal ein Schaufensterpuppenbein zulegen.
Meine Modifikationen für diese Socken:
- Anschlag im Chinese Waitress CO mit Häkelnadel; dieser Anschlag ist nicht so elastisch wie der Altnorwegische, sieht aber sehr ordentlich aus und ist mal was anderes. ;)
- Den falschen Zopf auf der Beinrückseite habe ich durch eine Variante des Kaffeeböhnchen-Musters ersetzt, die fast genauso aussieht, aber weniger Popelei beim Stricken darstellt, dazu schreibe ich gleich noch etwas.
- Verstärkte Fersenrückwand, Hufeisenferse.
Kaffeebohnenvariation auf der Rückseite, bzw über Nadeln 1 und 4:
R1: Nadel 4 12 rechts, 2 links, 1 rechts, 1 Umschlag, letzte rechts. Nadel 1 1 rechts, 1 Umschlag, 1 rechts, 2 links, bis zum Ende der Nadel rechts. Nadeln 2 und 3 nach Chart 1b stricken.
R2: Nadel 4 12 rechts, 2 links, 3 rechts. Nadel 1 3 rechts, 2 links, bis zum Ende der Nadel rechts.
Nadeln 2 und 3 nach Chart 1b stricken.
R3: Nadel 4 12 rechts, 2 links, 3 rechts. Nadel 1 3 rechts, 2 links, bis zum Ende der Nadel rechts. Nadeln 2 und 3 nach Chart 1b stricken.
R4: Nadel 4 12 rechts, 2 links, erste Masche wie zum Linksstricken abheben, 2 rechts, abgehobene überziehen. Nadel 1 erste Masche wie zum Linksstricken abheben, 2 rechts, abgehobene überziehen, 2 links, bis zum Ende der Nadel rechts. Nadeln 2 und 3 nach Chart 1b stricken.
(Meine Modifikation ist grün eingefärbt.)
Wiederholen bis zur Fersenwand.
Die Fersenwand über 32 Maschen habe ich ja wie bereits geschrieben im einfachen Hebemaschenmuster gestrickt, die Ferse ist eine Hufeisenferse mit Doppelmaschen oder auch German shortrows.
Den Fuß habe ich nach Chart 3 und, da es Socken in Größe 42/43 werden sollen, 22cm lang gestrickt.
Die Spitze ist eine ganz banale runde Bandspitze.
Kleiner Wehmutstropfen: das Garn ist leicht unregelmäßig versponnen, was ein "strubbeliges" Maschenbild macht. Sieht man auch auf den Bildern. Ich dachte erst, ich hätte einfach komisch gestrickt, aber eigentlich habe ich schon als Anfänger anno dazumal in recht homogener Optik gestrickt (wenn auch extrem langsam); und die direkt nach dem Vernähen angeschlagenen neuen Socken (auch mit Zopf) sehen wieder sehr viel regelmäßiger aus...
Ich wasche ja sowieso alle Socken vorm Verschenken und hoffe, dass dies plus etwas harte Liebe in Form von Spannen hilft.
Insgesamt gefallen die pastellzopfigen Socken mir aber sehr gut, sowohl in Muster wie auch Farben.
Also noch mal die harten Fakten im Schnellwaschgang:
Ich hatte mir ja fest vorgenommen, jeden Monat ein Paar Socken zu stricken...
Nuuuuuun... ich habe das Januar-Paar halb fertig.
Und zwar nur deshalb, weil ich den ersten, fertigen Socken nicht mehr finden kann, den zweiten aber ganz genauso stricken wollte. 😐
Ich kann den zweiten also erst weiterstricken, wenn ich den ersten wiedergefunden habe, und ich habe keine Ahnung, ob ich ihn beim Herumschleppen verloren habe, der Kater ihn geklaut hat (ich liebe ihn sehr, aber nicht seinen Sockenfetisch 😩) oder ich ihn schlicht irgendwo hin verbummelt habe.
Gegen letzteres spricht, dass ich ihn weder in selten benutzten Handtaschen noch im Auto noch in den üblichen Schrömmelsecken gefunden habe...
Mit Glück finde ich den wollenen Drecksack irgendwann wieder (oder Paco schleppt ihn mir mal wieder als Geschenk an - "weil ich dich so lieb habe, bekommst du meinen schönen versabberten Kuschelsocken"), mit Pech habe ich jetzt dauerhaft ein halbes Knäuel 6fädige SoWo rumliegen.