Posts mit dem Label Short rows werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Short rows werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 17. Februar 2023

Januar 2023 (und Dezember 2022): Eckstein Socks

 

 



 

Ich hatte meiner Mutter (geschwollene Knöchel und schrecklich empfindliche Diabetikerfüßchen)im Dezember bereits ein Paar gestrickt, weil ich die Konstruktion lustig fand und durch die rechtwinklige Ferse auch ordentlich Platz für geschwollene Knöchel ist.






Tja nu... die Socken sehen "leer" ziemlich kurios aus, sitzen aber an Glitzerboese seniors Füßen 1a.

Sie möchte bitte nur noch solche, und bitte bitte bunte!

 

Dieses "bitte bitte ganz bunt!" höre ich übrigens auch relativ oft bei Herrensocken - meine Theorie: viele Männer jedweder Orientierung mögen durchaus Farben, so isses nämlich nicht. Und Socken sieht ja kaum jemand außer dem Träger - da kann man(n) sich dann also unbesorgt auch seine Lieblingsfarben anziehen, es "stört" ja keinen.

Als Garderobiere Ende Januar hätte ich mein angefangenes, rosa-violett gestreiftes Sockenpaar dann auch x-mal auf einer Karnevalssitzung (Herrensitzung!) für gutes Geld verscherbeln können; die GenZ-Männer machen sich eh weniger einen Kopp um alberne Geschlechterstereotype (was ich sehr gut finde. Niemandem fällt der Penis ab, nur weil er bunte Farben trägt. Oder Nagellack, Makeup, ein Kleid, whatever. Denke mir sowieso, dass Röcke/Kleider doch eigentlich grade für Männer superbequem sein müssten, weil man dann gewisse Teile der Anatomie einfach entspannt hängen lassen kann), und die Boomer- und Kriegsgenerationen sind mit diesem Quatsch größtenteils durch, hauptsache warme bequeme Socken an den Mauken, nä 😂

Ich schweife ab *hust*


Ich habe beide Paare etwas modifiziert nach Sybil Rs Anleitung gestrickt, und statt den von ihr verwendeten Shadow wraps Doppelmaschen gestrickt.


Beide Sockenpaare sind gleich gestrickt.


Projektnotizen:

- je 68 Maschen

- Bündchen in 2*2 Rippmuster

- relativ kurzes Bein

- braungestreifte Socken: Aldi SoWo Aktion Herbst 2022 in Forest, Schneckenspitze

- bunte Socken: Supergarne Aktiv 4fach Alpi in Marmolada, Bandspitze


 

Ferse, 1. Teil

Verkürzte Reihen mit Doppelmaschen.

  1. Reihe (Hinreihe): bis 5 Maschen vor Rundenende, Doppelmasche.
  2. Reihe (Rückreihe): bis 5 Maschen vor Rundenbeginn, Doppelmasche.

In Reihen hin und her, bis auf jeder Seite der Ferse 25 Doppelmaschen liegen.

Nadel 1: 5 “normale” Maschen, 12 Doppelmaschen.
Nadel 2: 13 Doppelmaschen, 4 “normale” Maschen.
Nadel 3: 4 “normale” Maschen, 13 Doppelmaschen.
Nadel 4: 12 Doppelmaschen, 5 “normale” Maschen.

 
Ferse, 2. Teil

Komplett auf meinem Mist gewachsen; 3 Runden glatt rechts, dabei die Doppelmaschen abstricken.

 

Ferse, 3. Teil
  1. Reihe: 38 Maschen rechts, Doppelmasche.
  2. Reihe: 8 Maschen links, Doppelmasche.

In den folgenden Reihen immer über die letzte Doppelmasche stricken, neue Doppelmasche - bis die Maschenverteilung wie folgt ist:
Nadel 1: 5 “normale” Maschen, 1 Doppelmasche, 11 “normale” Maschen
Nadel 2 und 3: je 17 “normale” Maschen
Nadel 4: 11 “normale” Maschen, 1 Doppelmasche, 5 “normale” Maschen.

Wieder in Runden stricken.


Freitag, 25. Juni 2021

Juni: Ruckizucki Regenbogen

Eigentlich wollte ich zum Pride Month 2021 wunderbare Entrelacsocken in Regenbogenfarben stricken.

Gut, das habe ich auch zu etwa einem Viertel 😆 - ich hatte toe up begonnen, zwischendurch gewissenhaft die Fäden vernäht... und dann festgestellt, dass dieses eine Socke mit mindestens Größe 47 geworden wäre, weil ich im Überschwang der Begeisterung zuviele Rapporte gestrickt habe... jetzt ist die halbe Regenbogensocke ein Regenbogenkuschelkissen für Klaus-Dieter, den kleineren meiner Meerschweinmänner (der Große, Herbert, frisst alles an).


Also "musste" eine neue Idee her.

 


 

 

Da ich noch eine 3/4 Kone mit Supergarne Aktiv 4fach Rainbow habe, das schöne mittelschmale Streifen bildet und mehrere Modelle von Sybil R in der Queue, habe ich mich für den Querverweis entschieden.

 

Sybils Blog ist eine ausdrückliche Leseempfehlung - die Frau ist genial! 

Neben tollen Socken, oft mit verkürzten Reihen oder Intarsien gearbeitet, finden sich vor allem auch ungewöhnlich und clever konstruierte Handschuhe.

 

Gestrickt habe ich mit 64 Maschen auf Nadelstärke 2,5.

 

Die Socke wird toe up gestrickt.

Statt Sybil Rs Spitze habe ich meine Lieblingsversion für runde Toe up-Spitzen gestrickt.

Dazu schlägt man ein Viertel der Gesamtmaschen im JMCO (oder dem persönlichen Lieblingsanschlag) an - hier also 16 Maschen; 8 auf beiden Nadeln der Rundnadel.

Jetzt 4 Maschen je Runde zunehmen (jeweils nach der ersten und vor der letzten Masche auf beiden Nadeln), bis die Hälfte an Gesamtmaschen erreicht ist; bei mir also 32, 16 auf jeder Nadel.

Jetzt immer abwechselnd eine Runde glatt rechts, eine Zunahmerunde, bis alle Maschen komplett sind - 64 Maschen, 32 ja Nadel.

2 Runden glatt rechts.

 

Dann beginnt der erste Short Row-Teil, der dreieckig geformt ist.

 

Sybil hat mit Shadow wraps gearbeitet - bei mir sehen die im ungedehnten Stoff etwas bucklig aus, getragen sind sie nahezu unsichtbar.

Wen das stört: rein optisch gefallen *mir* Doppelmaschen alias German Short Rows besser, aber ich habe die erste Socke jetzt nach Anleitung gearbeitet, also muss die zweite auch so gemacht werden.

Beim Tragen ist wie gesagt kaum ein Unterschied zwischen Shadow wraps und Doppelmaschen zu sehen, nur an der "leeren" Socke. 

 


 

In diesem Teil wird übrigens regelmäßig zugenommen - das muss so, damit der diagonal gestrickte Teil nicht zu eng wird.

In der Anleitung wurde die Zunahmemethode nicht präzisiert, ich habe aus dem Querfaden zugenommen.

Ich hatte am Ende des ersten Short Row-Teils 72 Maschen auf den Nadeln.

 

 



Der Diagonalteil könnte ggfs gekürzt werden, wenn die eigene Maschenprobe stark von Sybil Rs abweicht oder man für kleine Schuhgrößen strickt - ich bin gut ausgekommen.

 

Der zweite Short Row-Teil ist wieder dreieckig und wird in Reihen gestrickt, dabei werden die im ersten Teil zugenommenen Maschen wieder gleichmäßig abgenommen.

 

Darüber wird dann, bis zum Fersenbeginn, wieder glatt rechts in der Runde gestrickt.

 

Ich wollte die Streifen nicht unterbrechen und habe eine nachträglich eingestrickte Ferse gearbeitet.

Dazu einen glatten Garnrest, möglichst in Kontrastfarbe, mit einer Hilfsnadel einmal über alle Fersenmaschen stricken.

Direkt nochmal, mit dem Arbeitsgarn und der freien Seite der Rundnadel, über die exakt gleichen Maschen stricken.

 

Darüber habe ich solange glatt rechts gestrickt, bis das Sockenbein für meinen Geschmack lang genug war, ein 1x1-Bündchen drübergesetzt und im Interlock Bindoff abgenäht.

 

 

Für die Ferse dann den Hilfsfaden rauspopeln, die Maschen dabei auffangen und 3 Runden glatt drüberstricken; dabei mitzählen, ob alle Maschen (bei mir 64) da sind, keine zuviel, keine zu wenig, keine gefallen - das sonst ausgleichen (ich nehme meistens am Rand zusätzliche Maschen aus dem Querfaden auf, um keine Löchlein zu haben).

Nach den 3 Runden habe ich eine Propellerspitze gestrickt.




Alles sauber vernähen und auf zu Socke #2!

Montag, 21. September 2020

September: Auf der schiefen Bahn










 Ich gehe mal meine Strickziele für dieses Jahr durch:

  1. wenigstens ein Fairisle-Projekt
  2. wenigstens ein eigenes Design plus ausgeschriebene Anleitung im Blog
  3. einmal Entrelacsocken
  4. einmal lustig konstruiert  ✔
  5. einmal mit verkürzten Reihen  ✔ (Bein)
  6. und mindestens ein Projekt, das schon ewig auf der To do-Liste herumgammelt ✔ (fast 11 Jahre!!!)

 

Diese Socken wären dann Punkt 4, 5 und 6 und ich weiß, dass das ein wenig gepfuscht ist... aber! ich habe durch eine operation an der Hand eine Zwangspause einlegen müssen und hoffe, mein normales Stricktempo bald wieder erreicht zu haben.

Ich habe in diesem Blogpost gefühlt 400 Links gesetzt; dies ist NICHT, weil diese Socken so unglaublich kompliziert zu stricken wären, sondern einfach, um es meinen wenigen, aber hoch geschätzten Lesern einfacher zu machen, nachvollziehen zu können, was die komische Tante im Internetz da macht und warum.

 Da ich ja bislang einen guten Lauf beim Verstricken oller Butinette-Paketwolle hatte, habe ich wieder ganz tief in die Wollkiste gegriffen und eine wirklich seltsame Farbkombination  ausgebuddelt...

Ich habe keine Ahnung, aus welchem Paket diese Wolle stammt, nur, dass es mit 100% Sicherheit Butinette ist. 

Das Muster heißt Skew und ist von Lana Holden erdacht; es ist ursprünglich in der Knitty-Ausgabe Winter 2009 erschienen und gratis. Es gibt auch eine deutsche Übersetzung.

Gestrickt habe ich die Socke mit Nadelstärke 3,0 und das Bündchen mit 2,5, das passt an meinen komischen Füßen ganz gut.

Ich habe mich stur an die Anleitung gehalten, die Ferse mit dem Finchley Graft geschlossen und mit JSSBO abgekettet.

 Diese Socken standen seit ihrem Erscheinen auf Knitty.com auf meiner Tanzkarte, und ich kann kaum glauben, wie lang ich sie vor mir her geschoben habe - sage und schreibe 11!!! Jahre.

Tatsache ist: wer links- und rechtsgeneigte Zu- und Abnahmen stricken kann (und für beides reicht ein Besuch bei YouTube) und den Maschenstich beherrscht, kann diese Socken gemütlich beim Fernsehen stricken.

Ich kann nicht mal den klassischen Maschenstich (kitchener stitch), bin da irgendwie zu dösig zu - aber es gibt ja immer mehrere Möglichkeiten, zum Beispiel den Finchley Graft, den ich sehr liebe und weiter oben verlinkt habe. Das Ergebnis ist genauso sauber und schön. 

Langer Rede, gar kein Sinn: diese Socken sind ungewohnt zu stricken, aber nicht schwierig. Einfach stur an die Anleitung halten und weitermachen; zwischenzeitlich, kurz vorm Ferse zusammenbasteln, sieht die Socke ziemlich lang und merkwürdig aus - keine Sorge, das muss so. 

Sie sitzen auch ziemlich gut, womit ich nicht wirklich gerechnet hatte.

Auch schön: das Muster eignet sich super für komisches selbststreifendes Garn (wie meins), Hardcore-Pooling oder zickige Handfärbungen.

Diese Socken waren erstaunlich chillig zu stricken, und der AHA!-Moment bei der Ferse macht Spaß.


Bleiben noch drei Punkte auf der Liste... ich denke, ich starte mit dem für mich Übelsten und versuche es mit Fairisle. Ich hasse Fairisle.



Montag, 5. August 2019

REPTAR!!! *roar*

Vorweg: ich verlinke auf Sockenanleitung, Garn und die von mir verwendeten Techniken.
Ich werde weder von der Designer/in, noch vom Garnhersteller, YouTube, dem Nikolaus oder dem großen lila Menschenfresser (oder sonstwem) dafür bezahlt. 
Leider. 
Sollte das doch unwahrscheinlicherweise mal der Fall sein, gibts natürlich eine Kennzeichnung. ♥

Von der Seite sieht man die Keile aus verkürzten Reihen.

Dies ist tatsächlich mein zweites Sockenprojekt mit verkürzten Reihen dieses Jahr (über das erste, ein Resteverwertungsprojekt, habe ich nicht gebloggt, da gabs den Blog noch nicht).

 Gestrickt habe ich mit Supergarne Aktiv 4fach Neon in der äußerst dezenten Farbe Neongrün.




Die Eckdaten dieser Socken:
Auf dem Spann bildet sich durch die verkürzten Reihen ein Zackenmuster.
♦ Regenbogensocken (deutsch), Rainbow socks (engl.) von Susanne Kitzmann
♦ Nadelspiel 2,5
♦ Altnorwegischer Anschlag (Old Norwegian CO, auch German Twisted CO - hier ist ein gutes Video von Garnstudio DROPs Design)
♦ Bündchen *1 rects verschränkt, 1 links* über 15 Runden
♦ verkürzte Reihen mit Doppelmaschen oder German shortrows; Fasercafé hat ein sehr gutes Video dazu
♦ Fish lips kiss heel - eine Kaufanleitung, die sich lohnt; ich mag diese Ferse lieber als die normale Bumerangferse, weil sie besser aussieht UND besser sitzt. Ehrlich, die 1,11€ sind sehr gut angelegt!
♦ Bandspitze
♦ Finchley graft - für mich DIE Entdeckung des Jahres, ich bin nämlich für den normalen Maschenstich zum Schließen zu blöd...




Reptar heißen diese Socken nach dem godzilla-artigen T-Rex in der Serie Rugrats, der ähnliche Farben hat.
Außerdem haben mich die "Zacken" an Echsen, Drachen und Dinosaurier erinnert.

Das Muster ist relativ einfach, wenn man die Konstruktion so einigermaßen verstanden hat und gern verkürzte Reihen strickt - ich empfehle Leuten, die das noch nicht getan haben, sich ein paar YouTube-Videos dazu anzusehen (eines habe ich oben verlinkt) oder erfahrene Stricker*innen zu fragen.  
Zum Garn: ich habe ein ziemlich wildes und unregelmäßig streifendes genommen, in der Anleitung wurde ein eher breit streifendes verwendet.Wahrscheinlich könnte man auch ganz prima poolende/wildernde Garne verwenden, und ganz bestimmt ist das Muster auch ein super Restefresser, allerdings habe ich ja erst vor kurzem eine Restesocke mit verkürzten Reihen gestrickt.
 
Im direkten Vergleich Escalator socks  (hier sind meine vereinfachten Restesocken) zu Rainbow socks finde ich letztere übrigens einfacher; ich habe bei den Restesocken das Muster modifiziert, um auch kleinere Reste verwursten zu können, und nur die Sektionen 1 (verkürzende verkürzte Reihen) und 2 (verlängernde verkürzte Reihen - klingt komisch, ist aber so 😉) gestrickt.
Bei den Regenbogensocken/Rainbow socks, also den Socken, von denen exakt dieser Blogeintrag handelt, werden nur verkürzende verkürzte Reihen gestrickt und für jeden neuen "Keil" um eine halbe Runde versetzt.

Ein Punkt, der mich doch stört: durch die Keile sind Bündchen, Ferse und Spitze schief.
Bei der angezogenen Socke ist das wumpe, aber ohne Fuß drin sieht so eine schiefe Socke irgendwie seltsam aus...

Achso, noch ein paar ungefilterte Notizen: ich finde es einfacher, diese Socken auf Nadelspiel als auf der Rundnadel zu stricken.
Anpassen lassen sie sich via Nadelstärke in der Weite, in der Länge über die Anzahl der Keile (bei mir 6 fürs Bein und 6 für den Fuß), im Zweifel würde ich die Keile gradzahlig stricken und mit glatt rechten Runden "auffüllen"; bei mir hats halt komplett im Muster gut hingehauen.

Jedenfalls haben diese Socken und das schön grelle Garn mir richtig Spaß gemacht - ich habe, entgegen sonstiger Gewohnheiten, beide Socken nacheinander weggestrickt,m und das vom 01.-05. August.
Ein Strickquickie, sozusagen.