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Samstag, 18. Juli 2026

Anleitung: Spinnennetztraumfänger

 

Anfang und erste Runde

6 Luftmaschen zum Ring schließen.

3 Luftmaschen als erstes Stäbchen, weitere 17 Stäbchen in den Ring.

Mit Kettmasche wieder zum Ring schließen.

Zweite Runde

4 Luftmaschen als Stäbchen und eine Luftmasche.

°1 Stäbchen, 1 Luftmasche° in jedes Stäbchen der Vorrunde.

Nach der letzten Luftmasche wieder mit Kettmasche schließen.

Dritte Runde

5 Luftmaschen (ergeben 1 Stäbchen und zwei Luftmaschen), °1 Stäbchen, 2 Luftmaschen ° in jedes Stäbchen der Vorrunde.

Mit Kettmasche schließen.

Vierte Runde

6 Luftmaschen als 1 Stäbchen und 3 Luftmaschen.

°1 Stäbchen, 3 Luftmaschen°, mit Kettmasche zum Ting schließen.

Nach diesem Schema verfahren, bis das Netz die gewünschte Größe erreicht hat.


Dann im Muster mit festen Maschen an den Ring häkeln.




Montag, 13. April 2026

Einfacher Anglerhut, ein grobes Grundrezept

 




Diese Grundanleitung erfordert ein wenig Mathematik (keine Sorge, wir lassen rechnen ☝️😆), sowie Garn und Häkelnadel, mit denen ein recht steifer Stoff hergestellt werden kann - was Ihr verwendet, überlasse ich Euch, aber einfach genommene dünne Garne funktionieren eher nicht.

Alle Größen, von Baby bis Erwachsenenbumskopp sind machbar.

Der Häkelstoff sollte etwa so fest wie dicker Jeansstoff sein, oder fester, wenn der Hut etwas strukturierter sein soll.

Ob Ihr das mit mehrfach genommenener Sockenwolle oder Baumwollgarn, Acrylgarn oder Raffia macht und welche Häkelnadel Ihr dazu nehmt, überlasse ich Euch, ich habe Alison & Mae Sundae Yarn und eine 6,0-Häkelnadel genommen - weil ich den ergonomischen Griff austesten wollte und das Garn seit gefühlten Ewigkeiten auf Halde lag.

Der Anglerhut besteht aus drei Teilen, die ich als Modedepp jetzt mal ganz doof Hutdeckel, Hutseite und Hutkrempe nenne. 


1. Teil: der Hutdeckel

Der Hutdeckel wird als Kreis gehäkelt, und den Durchmesser, den wir haben wollen, berechnen wir: zuerst wird der Kopfumfang gemessen.

Daraus errechnen wir bzw ein Rechner für uns den nötigen Durchmesser unseres Hutdeckels.

Einen Rechner verlinke ich Euch hier, dazu einfach das Messergebnis in "Umfang" eintragen und "berechnen" anklicken.

➡️ Wer lieber "von Hand" rechnet, benutzt die Formel 

Durchmesser=Umfang÷3,14


Rechenbeispiel: wir möchten einen Hut mit 60 cm Umfang, dazu spuckt der verlinkte Rechner mir 19.098 aus, der Taschenrechner 19,1 (weil wir mit weniger Nachkommastellen von pi rechnen).

19 cm reichen also als mein Durchmesser, wenns 18,8 oder 19,2 cm sind, ist das auch nicht dramatisch. 

➡️ ich möchte meinen Hut locker haben, wer etwas mehr Passform/einen engeren Sitz haben möchte, zieht 2 cm ab! 



Gehäkelt wird wie folgt:

Runde 1: In einen Magic Ring werden 10 feste Maschen gehäkelt. ➡️ Warum 10? Weil nun damit einfach weiterrechnen kann, wenn später die Krempe gemacht wird. Keine Bange, es bleibt simpel!

Runde 2: in jede feste Masche der Vorrunde zwei feste Maschen häkeln = 20 Maschen aschen

Runde 3 und alle weiteren ungeraden Runden: eine feste Masche in jede Masche der Vorrunde häkeln = die Maschenzahl bleibt gleich.

Runde 4: *eine feste Masche in die erste Masche der Vorrunde häkeln, zwei feste Maschen in die zweite Masche der Vorrunde häkeln* = 30 Maschen 

Runde 6: *je eine feste Masche in die erste und zweite Masche der Vorrunde häkeln, zwei feste Maschen in die dritte Masche der Vorrunde häkeln* = 40 Maschen 

Runde 8: *je eine feste Masche in die erste, zweite und dritte Masche der Vorrunde häkeln, zwei feste Maschen in die vierte Masche der Vorrunde häkeln*

So weiterverfahren, bis der Hutdeckel ganz knapp fast die gewünschte Größe hat, egal, ob es eine gerade oder ungerade Runde ist.

Der Übergang von Deckel zu Hutseite ist eine Runde fester Maschen ohne Zunahmen, bei denen nur ins hintere Maschenglied eingestochen wird, dadurch entsteht eine kleine Kante.



2. Teil: die Hutseite 

Easypeasy - feste Maschen ohne Zunahmen in Runden, bis man den Eindruck hat, der Hut säße anständig am Kopf.

Dazu habe ich meinen einfach alle paar Runden anprobiert. 

In der letzten Runde, der Übergangsrunde zur Krempe, bei jeder festen Masche nur ins vordere Maschenglied einstechen. 





3. Teil: die Hutkrempe 

Die Maschen einmal durchzählen - bei mir sind es 87, obwohl es 90 sein sollten. Halb so wild, solange der bisher entstandene unfertige Hut nicht zu eng ist. 🤷‍♀️

1. Runde: feste Maschen, dabei auf eine Zahl teilbar durch 10 zu- oder abnehmen.

2. Runde: *in die ersten 9 Maschen der Vorrunde je eine feste Masche häkeln, in die 10. Masche der Vorrunde 2 feste Maschen häkeln. 

3. und alle weiteren ungeraden Runden: in jede Masche der Vorrunde eine feste Masche häkeln. 

4. Runde: *in 11 Maschen der Vorrunde je eine feste Masche häkeln, in die 12. Masche der Vorrunde 2 feste Maschen häkeln*

Usw., bis die Krempe weit genug ist.

Dann alle Fäden gründlich vernähen. 




Freitag, 19. Dezember 2025

Fernsehdecke V - back in action

 Nach Weihnachtsstrickerei und -häkelei im Akkord habe ich ENDLICH wieder Zeit für meine Decke, auch liebevoll Kaiju genannt (wobei ich mir sehr sicher bin, dass der gehäkelte Riesenlappen eher nicht gegen Godzilla kämpfen und Tokyo zertrampeln wird).

Ein SchleFaZ im Fernsehen (ich schreibe in einer Werbeunterbrechung) oder ein gutes Hörbuch und auf geht's. 

Bis Jahresende würde ich gerne die Zickzackreihen (eine Reihe gelb zuende, darüber drei Reihen weiß) fertig haben, danach müssen die blauen Dreiecke gehäkelt und angenäht werden.

Darüber dann gerade Streifen, und dann schauen wir mal, ob das Schätzeken dann breit genug für meinen Geschmack ist.

Auf jeden Fall werden noch eine Menge Arbeit und Garn in die Decke wandern. 😅

Samstag, 13. September 2025

Restesocken: Entrelac

 

Die Socke passt nicht ganz auf mein Plastikbeinchen 😅

Eine schlechte eigene Anleitung erspare ich uns allen, stattdessen verlinken ich lieber auf das sehr gute Video von Sylvie Rasch (CraSy Sylvie), die such erklärt, wie man sich das Muster passend für die eigenen Füße berechnet, und ein recht anständig geschriebenes Muster von Drops, das ich schon mehrfach benutzt habe. 

Entrelac ist nicht sonderlich schwierig, auch wenn die Technik sehr eindrucksvolle Ergebnisse liefert. Und bitte nicht erschrecken: besonders die ersten Runden sehen komplett behämmert aus. Das Muster braucht ein paar Rapporte, um sich optisch zu etablieren.

Und bitte keine Angst vorm Rechnen! Das geht pillepalle mit dem guten alten Dreisatz, und niemand schimpft, wenn ihr - wie ich - den Taschenrechner benutzt. 

Meine Socke hat ein 2×2-Bündchen über 20 Runden und 68 Maschen.

68 Maschen, da ich 1. ziemlich fest stricke, 2. zur Fußballerwade tendiere und 3. einen hohen Spann habe und mit den regulären 60 Maschen nicht die Socke über die Ferse gezogen bekomme.

Von diesen 68 Maschen nehme ich für den Entrelac-Teil 20% ab - Entrelac verhält sich anders als normal in Runden glatt rechtes Gestrick.

Hier gibt es jetzt zwei einfache Rechenwege: der altbewährte Dreisatz:

68 Maschen sind 100%

68/100=0,68 

Also sind 0,68 Maschen 1%.

Das nehmen wir ×80

0,68×80=54,4 Maschen


Alternativ rechnen wir mit Kommazahl 68×0,8=54,4

Kurze Überlegung: wollen wir große oder kleine Karos? Viele oder wenige? 

Ich habe beschlossen, 6 Karos à 9 Maschen zu stricken, das lässt sich gut aufs Nadelspiel sortieren. Auch 9 Karos zu je 6 Maschen funktionieren, oder wir runden unser Ergebnis auf 55 und machen 11 kleine Karos zu je 5 Maschen. Oder 5 große zu je 11 Maschen. 

Die nötigen Abnahmen werden jetzt mehr oder weniger gleichmäßig verteilt, dann zum ersten bunten Rest wechseln und eine Runde glatt rechts stricken. So kann der Faden später gut vernäht werden.

Ich habe die Startdreiecke mit Doppelmaschen gestrickt (im Video von Sylvie wird das gut erklärt), weil der Übergang von glatt rechts zu Dreieck so schöner und gleichmäßiger ist.

Da ich einen großen dunklen SoWo-Rest hatte, habe ich diesen für Bündchen, Fuß und jede zweite Runde Entrelac verwendet, knatschbunt oder Ton in Ton geht auch sehr gut.

Für die Restesocken habe ich Startdreiecke,  7 Runden Karos und Enddreiecke (wieder mit Doppelmaschen) gestrickt, dann wieder mit dem dunklen Rest auf 66 Maschen zugenommen. 

Die Enddreiecke wurden mit Doppelmaschen gearbeitet. 


Warum 66, wenn das Bein 68 Maschen hat?

Die Socke soll gut am Fuß sitzen, der ist bei mir nicht so dick wie die Wade.

➡️ Sockentabellen sind praktische Anhaltspunkte, aber sie sind nicht Gesetz. Keine Hemmungen, wenn ihr ein paar Maschen mehr oder weniger braucht, um eure Socken mit eurer Maschenprobe auf euren Fuß anzupassen. Das bedeutet nicht, dass Gestrick oder Körper komisch sind. Und wenn der Fußteil bei Maschenzahl XY schlabbert, während das Bein gut sitzt, dann nehmt einfach paar Maschen nach der Ferse ab und/oder strickt ein Rippmuster unterm Fuß.

Als Fersenwand habe ich das Jutemuster genommen, das gefällt mir sehr gut und ist auch schön haltbar. 

Fersenwand im Jutemuster. 

Für zusätzliche Bequemlichkeit gibt's noch eine Hufeisenferse. 


Trittform der Hufeisenferse. 


Im Zwickel habe ich ein wenig herumgepielt und das Zwickeldreieck im kleinen Perlmuster gestrickt.

Dafür musste wieder gerechnet werden:

Maschen aus dem Rand popeln, zählen und rechnen:

XY Maschen auf der Fersenseite total - 33 reguläre Fersenmaschen; neues Ergebnis durch 2=Zwickelmaschen je Seite.

Je zwei Maschen Abstand zum Spann.

Passend Markierer einhängen.

Der Zwickel wird nun im Kleinen Pwrlmuster gestrickt, die Abnahmen dabei in k2tog bzw ssk. Die restliche Socke ist glatt rechts.


Türkis: Zwickeldreieck im Kleinen Perlmuster, blau: Fersenwand im Jutemuster. 


Das Ganze über 15 Runden, dann die Zwickelmuster- und -abnahmespielerei weiterführen, auf dem Oberfuß aber nun das Strukturmuster beginnen:

Strickschrift für das Oberfußmuster


Nach der Beendigung der Strickschrift noch 15 Runden stricken, dann die Bandspitze beginnen.

Mittwoch, 27. August 2025

Die Fernsehdecke III - Zickezacke Hühnerkacke

 Nachdem das Rückgrat der Decke fertig ist, setze ich direkt Zickzackstreifen dran.

Meine Decke ist recht grob und grafisch gedacht und entworfen, darum mache ich diese Streifen mit je drei Reihen recht breit - muss man aber nicht, auch dünne oder unregelmäßige Streifen sehen sicher toll aus!

Ich habe die Zickzackreihen wie folgt gehäkelt: an der Spitze des ersten Granny squares angesetzt, 3 Luftmaschen (=1. Stäbchen) gehäkelt, 3 Stäbchen der Vorreihe übersprungen, in die nächste Lücke eingestochen und 3 Stäbchen gehäkelt, 3 Stäbchen der Vorreihe übersprungen, 3 Stäbchen in die letzte Lücke, und so weiter und so fort, bis ich zur nächsten Ecke der Vorreihe gekommen bin; hier 3 Stäbchen, 2 Luftmaschen, 3 Stäbchen hinhäkeln, danach geht's im 3 überspringen, 3 Stäbchen-Muster bergab, bis wir zur Verbindung vom ersten zum zweiten Granny square kommen: hier 1 Luftmasche, dann stur weiter wie gehabt mit dem nächsten Granny.




➡️ Am "Gipfel" wird also immer eine normale Granny square-Ecke gearbeitet, im "Tal" gibt's nur eine Luftmasche zwischen dem letzten Stäbchen-Trio des alten Squares und dem ersten Stäbchen-Trio des neuen Squares.




Am Ende der Granny square-Kette 1 Stäbchen in die Spitze häkeln.

Die nächste Reihe wird exakt gleich gehäkelt.

Wer seine Grannies mit Luftmaschen zwischen den Dreiergruppen gehäkelt hat, häkelt bitte auch die Zacken so und baut im Tal eine extra Luftmasche mit ein, damit der Häkelstoff nicht puckert.

Ich werde jetzt erstmal längere Zeit mit den Zickzackstreifen beschäftigt sein, danach geht es mit ½- und ¼-Squares weiter ✌️

Montag, 18. August 2025

Die Fernsehdecke II - Granny squares

 Die Granny squares sind von der 0815-Sorte - natürlich könnte man was Originelles, Cooles machen, oder man macht halt ganz klassische altbackene Quadrate ohne viel Schnickschnack, weil man eh schon sehr bräsig häkelt.

Ich arbeite ohne Luftmaschen zwischen den Bündeln und je 2 Luftmaschen an den Ecken, meine Squares sind dadurch recht kompakt - wer zwischen die Dreiergruppen der Stäbchen je eine Luftmasche setzt, bekommt ein etwas luftigeres Erscheinungsbild. 

Meine Grannies sind 9 Runden groß, je drei in jeansblau, weiß und hellbraun, in der letzten Runde habe ich immer jeweils zwei mit einer Kettmasche an den Ecken verbunden: 



Dadurch sind die Rauten direkt verbunden und können im nächsten Arbeitsschritt sofort behäkelt werden, ich muss vorher nicht extra die Grannies aneinandernähen.

Als ernsthaft faule Trulla habe ich vorher schon so weit wie möglich die Fäden miteingehäkelt. Das ist minimal mehr Arbeit, wenn man es direkt macht, als dann später eine Bazillion Fäden vernähen zu müssen.

Meine Tagesdecke ist 9 Grannies lang, davon gat jedes eine Kantenlänge von 22 cm und eine Diagonale von 31 cm. "Gereicht" im Sinne von "das Bett ist bedeckt" hätten 7, aber ich möchte das Ganze etwas großzügiger haben.

Wer etwas ähnliches häkeln möchte: mach ein, zwei Grannies fertig und mess sie glatt hingelegt, aber ungespannt. 

Davon ausgehend kannst du hochrechnen, wieviel du brauchst; sagen wir, deine Grannies haben eine Diagonale von 14 cm und du hättest gern eine 2,20 m lange Decke, sieht die Rechnung wie folgt aus: erstmal bringen wir alles auf die gleiche Maßeinheit, also cm. 

2,20 m sind 220 cm.  220÷14=15,7, also häkeln wir 16 Grannies für eine 2,24 m lange Decke. Oder 15 Grannies für eine 2,10 m lange Decke.

Oder du trickst ein wenig und umhäkelst die zu kurze Decke am Ende, das ist auch eine legitime Lösung.

Meine Granny squares sind alle gleich, aber auch hier könnte man sich austoben und verschiedene Farben oder Muster verwenden, zum Beispiel klassische Squares mit solchen mit Blumen in der Mitte abwechseln. Oder verschiedene Blumengrannies, oder oder oder.

Sonntag, 17. August 2025

Die Fernsehdecke I - Designidee und Material

 Ich versuche aktuell, meine Garnvorräte etwas zu reduzieren und wegzustricken oder -häkeln, bevor ich (mal wieder) eine Mottenkatastrophe oder schlicht massiv überlagerte, faule Wolle rumliegen habe.

Leider kam mir dabei Zeeman Promo in die Quere 😅, weswegen ich meinen Garnberg nochmal ergänzt habe... 

Aber ich brauchte das Garn, wirklich...!

Denn: yours truly hat sich endlich ein neues Bett samt gescheitem Lattenrost und Matratze angeschafft, und das braucht eine schöne Tagesdecke (und daran merkt ihr, dass ich langsam alt werde).

Also vier nette, zueinander passende Farben gekauft und dann erst überlegt, was man damit anstellen könnte.

Die Decke soll gehäkelt werden und das im Granny-Stich.

Ich häkle sehr langsam, aber gern und halbwegs ordentlich, und ich mag den netten altmodischen Granny-Stich in allen seinen Darreichungsformen.

Also kombinieren wir doch einfach wild was zusammen: die guten alten Squares, Streifen, Zickzack und Dreiecke.

Der Entwurf:


Die "Wirbelsäule" besteht aus ganz banalen Granny squares in jeansblau, weiß und hellbraun (je 3 Runden), daran anschließend eine Zickzackversion der Granny stripes, die seitlich mit halben Squares und an den Ecken mit Viertelsquares begradigt wird. An diese begradigten Kanten setzen wir dann Streifen an.

Der Entwurf ist nicht in voller Länge gezeichnet, und ich bin mir noch nicht sicher, ob die Breite ausreicht. Das wird sich zeigen, und dann werde ich ein wenig nacharbeiten, kein Problem.

Als Material habe ich Zeeman Promo DK, 100% Acryl mit 720 m LL/300 g in jeansblau (2 Knäuel), weiß (2 Knäuel), hellbraun (1 Knäuel) und senfgelb (1 Knäuel) zu je 2,99 €. Das Garn ist nicht im Standardsortiment, sollte aber ähnlich wie Zeeman Royal oder andere günstige Acrylgarne sein.

Acryl deswegen, weil zum einen billig, zum zweiten pflegeleicht, zum dritten haltbar. Ich plane nicht, die Decke dauernd zu waschen, lege aber Wert darauf, dass dies bei Gebrauchsgegenständen und viel getragenener Kleidung wie Mützen oder Socken möglich ist. Wer über ein besseres Budget verfügt als ich möchte vielleicht Wolle mit Superwashausrüstung für eine Decke nehmen - Baumwolle würde ich nicht nehmen, die wird als Decke sehr schwer, müsste öfters gewaschen werden als Wolle oder Acryl (beides nimmt Flecken nicht so krass auf, während Pflanzenfasern bspw verschlabberten Kaffee richtig aufsaugen) und neigt zum Aushängen unter ihrem eigenen Gewicht. Ich liebe Baumwolle sehr, aber bei manchen Verwendungszwecken ist sie halt einfach nicht die erste Wahl.

Gehäkelt habe ich mit einer 5,0er Häkelnadel. 


Ach so: Fernsehdecke deshalb, weil das gute Stück schnell recht groß wird - einzelne Grannies, die ich für eine anderes Projekt häkle, lassen sich gut transportieren und im Wartezimmer oder in Bus und Bahn häkeln, ein 2 m+ großes Monster von einem Häkelstück eher nicht. Diese Decke wurde also zuhause vorm TV entstehen, weil ich keine Lust habe, den Riesenlappen herumzuschleppen 😅

Montag, 14. Juli 2025

Quietschbunte Mustersamplersocken

Dieses Garn lag schon länger, weil es sich nicht in den von mir versuchten Mustern verstricken lassen wollte.

Und glatt rechts ist ja auch irgendwie langweilig... 


Nuhuuuuun... dann versuchen wir was ganz anderes und stricken ein paar einfache Strukturmuster.

Beide Socken sind toe-up mit 68 Maschen (ich stricke recht stramm), runder Bumerangferse ala Sylvie Rasch und 2×2-Bündchen gestrickt, aber mit unterschiedlichen Mustern.




Socke 1:

  1. Sunshine, 3 Rapporte
  2. Half linen stitch, 4 Rapporte
  3. Andalusian stitch, 3 Rapporte plus eine Runde rechts
  4. Schuppenmuster, 3 Rapporte 
  5. Jute stitch, 6 Rapporte 
  6. Waffelmuster, 5 Rapporte 
  7. Überzieher-Muster, 6 Rapporte plus Runden 1 und 2
  8. Sand stitch, 6 Rapporte plus eine Runde links
  9. Roman stitch,  3 Rapporte.
  10. 2×2-Rippmuster (Bündchen)




Socke 2:
  1. Broken seed stitch, 5 Rapporte
  2. Bambusmuster, 4 Rapporte 
  3. Seersucker, 2 Rapporte plus Runden 1 und 2
  4. Stepping Stones, 5 Rapporte plus 2 Runden
  5. Kästchen, 2 Rapporte plus Runden 1-3 Rapporte (Muster weiter unten, türkis hinterlegt)
  6. Double moss, 5 Rapporte
  7. Toasty twist, 14 Runden
  8. Double woven stitch
  9. glatt links
  10. Bündchen

 

Die Muster en detail:




Sunshine: einfach zu stricken, der Effekt könnte toll für etwas weniger hysterisches selbstmusterndes Garn sein - da als "Trenner" zwischen zwei Ringeln *Chefs kiss*

Half linen stitch: genial für Färbungen wie diese. Der Stoff ist etwas dicker und neigt zum Zusammenziehen; wenn man eine ganze Socke damit stricken will, müssen ein paar Maschen mehr aufgenommen werden, und etwas mehr Verbrauch mit veranschlagt werden. Da der Stoff etwas dicker und robuster ist, eignet sich dieses Muster auch gut für Fersenwände.

Andalusian stitch: hmmm. Einfach und bei einfarbigen oder zumindest weniger wilden Garnen recht hübsch. Wäre für solche Garne wie dieses aber nicht meine erste Wahl. 

Schuppenmuster: wirkt eigentlich immer, aber auch hier finde ich das Garn einen Hauch zu wild - Färbung und Muster fressen sich nicht gegenseitig,  aber eine ruhigere Färbung wäre einfach schöner. Macht aber Spaß beim Stricken, ein schönes, einfaches Muster, das für Uni und selbststreifende Garne funktioniert. Sogar für diese Clownkotze im Mixer.


Jute stitch: wie für solche Musterungen entwickelt. Einfach zu stricken, ein wenig elastisch, aber wie beim nah verwandten Half linen stitch ist der Stoff ein wenig dicker und puckert ein wenig. Das bitte beachten, wenn man einen ganzen Strumpf daraus zaubern möchte.

Waffelmuster: wirkt eigentlich am Besten bei einfarbigen Garnen, hier verschwindet es fast in der Färbung.

Überzieher: einfach und eingängig, gefällt mir sogar bei diesem Härtefall sehr gut.



 

 

 

 

 

 

Sand stitch: ein effes Rechts-Links-Muster, das mir hier aber überraschend gut gefällt. Auch brauchbar für Bündchen.

Roman stitch: eigentlich ein sehr nettes und einfaches kleines Müsterchen, aber hier? Nun ja, wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Aber sehr hübsch bei einfarbigem Garn.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Broken seed stitch: Super für Garne wie dieses, der Effekt erinnert mich an Reptilienhaut. Wenn man dieses Muster in der Runde stricken möchte, immer eine ungerade Maschenzahl wählen.

Bambus: Schönes Muster, harmoniert sogar mit dieser kreischbunten Wolle hier, sieht aber auch in Uni sehr chic aus.

Seersucker: an sich ein schönes Rechts-Links-Muster, funktioniert hier aber nicht für 5 Pfennig. Versuch macht kluch, nä.












Kästchen: schöner in Uni, hier geht es verloren. Muster: Über 4 Maschen und 4 Runden; Runden 1-3: *3 rechts, 1 links* Runde 4: alle links

Double moss: hmmm... stört die Omma nich beim Bügeln, hier aber etwas langweilig. Double moss und sein Kumpel Irish moss machen sich aber ganz toll in Kombination mit Zopf- und Ganseymustern.

Toasty twist: einfach zu stricken, guter Effekt selbst bei diesem LSD-Traum von Färbung.









 

Double woven stitch: eine Variante vom Linen stitch, und obwohl das Muster mit dieser Färbung unruihg ist, gefällt es mir irgendwie in Kombination.

Glatt links: hat was, oder? Die Stoffeigenschaften sind wie bei glatt rechtem Gestrick, der Stoff ist dünn und recht elastisch.

Montag, 5. Mai 2025

Umhäkeltes Zopfgummi








Ein Restefresser zum Nebenbeimachen - das Ding ist extrem einfach hergestellt.

Was Ihr braucht:
- Häkelgrundkenntnisse
- Ein nicht zu kleines Zopfgummi mit glatter Oberfläche (weil um Frottee häkeln ätzend ist)
- nicht zu dickes oder plüschiges Garn, ich habe Sockenwollreste verwendet
- Eine zum Garn passende Häkelnadel
- Schere und Stopfnadel.

Runde 1: umhäkelt das ganze Zopfgummi dicht mit festen Maschen. Verbindet die letzte Masche durch eine Kettmasche mit dem Anfang.
💡 Die Maschenzahl ist übrigens vollkommen wurst, es sollten nur keine Lücken zwischen den Maschen sein.

Runde 2: 3 Luftmaschen (=bilden das erste Stäbchen), 1 Stäbchen in die erste feste Masche, *2 Stäbchen in jede feste Masche der Vorrunde*, mit Kettmasche mit dem Anfang verbinden.

Runde 3 bis Ich habe keine Lust oder keine Garnreste mehr: 3 Luftmaschen und ein Stäbchen ins erste Stäbchen der Vorrunde, *2 Stäbchen in jedes Stäbchen der Vorrunde*, das Ende per Kettmasche mit dem Rundenanfang verbinden.

Je mehr Runden desto mehr Maschen desto mehr Drama - der anfangs leicht wellige Saum wirft immer prächtigere Wogen.






Donnerstag, 22. Februar 2024

Ohrringprojekt 2024, Tag 9: Herringbone Spacer-Ohrringe

 Heute habe ich fixe und elegante Ohrringe mit einem kleinen gefädelten Spacer gemacht.

Nach dieser Anleitung: Gefädelte Spacer von Sonysree

Mein Material:

- 2 Muschelkernperlen mit 12 mm Durchmesser 

- 2 Glasperlen mit 8 mm Durchmesser 

- 2 Bicones mit 4 mm Durchmesser 

- Rocailles 11/o

- 2 Headpins

- Rosenkranzzange und kleine Kneifzange

- Und natürlich Nadel, Faden (Wer clever ist, nimmt farblich zu den Rocailles passenden *hust*), Schere und Ohrhaken. 


Meine Spacer haben insgesamt 23 Reihen, ich habe zwischendurch immer mal mit beiden Perlengrößen geschaut, was mir gefällt. 


Neben den Ohrringen von gestern und vorgestern. Sie sind "in echt" hübscher und gefallen mir sehr gut.


Dienstag, 20. Februar 2024

Ohrringprojekt 2024, Tag 7: simply cool

Diese Ohrringe werden mit einer Variante des Double diamond stitch gefädelt.


Sie sind schnell und einfach gefädelt, können einfach abgewandelt werden und je nach verwendeten Perlen wirken sie ganz unterschiedlich. 

Hier geht es zur Anleitung


Meine Materialien:

- Rocailles 11/o in opak schwarz

- 2 Perlen aus gefärbtem facettiertem Achat

- natürlich Nadel, Faden und Ohrhaken.






Freitag, 17. Februar 2023

Januar/Februar 2023: Herbert

 Am 20. Januar 2023 musste ich meinen großen Meerschweinchenmann Herbert gehen lassen.

Herbert wird seither innig von mir, dem Kater und am meisten von seinem Bruder Klaus-Dieter vermisst.

Herbie war ein sehr hübsches und verfressenes Meerschwein, ein wenig schlicht im Gemüt, aber ein total liebenswürdiges Kerlchen.





Als kleines Andenken an mein Wandertoupet habe ich ein Sockenmuster entworfen, das wie Herbert schlicht, aber hübsch ist, unisex und durch das Rippmuster und die Möglichkeit, ein paar Maschen dazuzupfudeln, auch recht einfach an andere Maschenzahlen anzupassen ist.


Zopfdetail vorn
Gemusterte Bandspitze (kann man machen, muss man aber nicht)


Zopfdetail hinten

Das Strukturmuster ist hier schön zu sehen-



Ferse und Spitze überlasse ich Euch - ich habe eine Hufeisenferse gestrickt, die Fersenwand mit Hebemaschen verstärkt und eine Bandspitze gestrickt, auf der ich das Muster, soweit sinnvoll, weitergeführt habe - jede andere Ferse und Spitze gehen auch.

 

Anschlag:

66 Maschen, 34 vorn, 32 hinten.

 

Bündchenmuster:

Nicht von den Charts beeindrucken lassen! Es sind wirklich nur rechte und linke Maschen, und es ändert sich nach der ersten Runde bis zum Beginn des Beins nichts!

 

Bündchen Vorderseite

Bündchen Rückseite


 

Bein:

Es muss keine Set-up-Runde gestrickt werden.

Das Bein so lang stricken, wie man gern möchte, dann auf der Beinrückseite eine Ferse nach Wahl stricken.


Beinvorderseite und Fußoberseite

Beinrückseite

 

Wichtig bei den Abnahmen für die Zehen: im Zweifel muss am Oberfuß eine Abnahme mehr gemacht oder die Maschen je nach gewünschter Spitze umsortiert werden.


Januar 2023: Socken für Barbara

 

Diesen Monat habe ich Geburtstagssocken für meine Freundin Barbara gestrickt - nichts super Ausgefallenes, einfach hübsche Damensocken.


Anforderungen:

- ich wollte ein selbststreifendes Garn verwenden

- Barbara ist eine große Frau und trägt dementsprechend keine niedliche Größe 36; lies: ich muss für einen normal proportionierten Damenfuß in Größe 42/43 mehr Maschen anschlagen als für ein normal proportioniertes Minifüßchen


Lösungen:

- ein schlichtes, aber schönes Design mit Bündchen, Ferse, Spitze in Uni

- ein nicht zun unruhiges Muster für selbststreifendes Garn, ein wenig modifiziert/hochgerechnet.

 

Entschieden habe ich mich für Sockenwolle in Selbststreifend und Uni (Blau- und Grautöne) und das Muster "Bögen in Hellblau und Gelb - Die vier Einsamkeiten" von Puntasam aus dem Chefkoch-Forum.

(Link zu Ravelry und zu Chefkoch











Ich habe das Muster um zwei Maschen verbreitert, auf 17 Maschen je Nadelspielnadel.

Ein wenig verkleinern oder vergrößern ist bei diesem Muster sehr simpel.

Überhaupt ist das Muster recht einfach zu stricken, aber grade bei selbststreifenden Garnen wahnsinnig effektvoll.


Das Bein habe ich - da für eine große Frau, die im Winter auch mal Boots trägt - etwas länger als normal gemacht, und trotz Sabotage durch den schwarzweißen Nerver (=der Kater hat den zweiten unfertigen Socken geklaut, zwei Spielnadeln rausgezogen und dann damit gepielt; ich musste reichlich ribbeln und neustricken, noch dazu fluffig gelutschte Wolle rausschneiden), extralangem Bein und Größe 42,5 war ich in 11 Tagen fertig.

Das Muster ist hal einfach und eingängig und einfache Lacemuster stricken sich halt auch schneller als Zopfkotze deluxe 😁

 

 


Das Bündchen im Kaffeeböhnchenmuster, die runde Bumerangferse und die Bandspitze sind in Dunkelblau gehalten, den Fußteil des Sockens habe ich in glatt rechts gestrickt.


Bündchenmuster:

R1: 2 rechts, 2 links
R2: 2 rechts, 2 links, 1 rechts, Umschlag, 1 rechts, 2 links
R3: 2 rechts, 2 links, 3 rechts, 2 links
R4: 2 rechts, 2 links, 3 rechts, 1. der drei Maschen über die beiden anderen ziehen, 2 links


 
 
 
Und das auf 17 Maschen angepasste Beinmuster:

cdd oder centered double decease: zwei Maschen miteinader wie zum Rechtszusammenstricken abheben (nicht stricken), die nächste Masche stricken und die beiden abgehobenen überziehen.
 
 




Freitag, 13. Januar 2023

Januar 2023: Sneakersocken "Dicke Bohnen mit Kaffee"





Ein einfaches Muster mit falschen Zöpfen, dass ich für Sneakersocken Größe 36/37 g
ebastelt habe.

Mein Rapport hat 60 Maschen, lässt sich aber leicht verbreitern, wenn man ähnlich knüppelfest strickt und mehr Maschen für die Socken braucht.

Bündchen, Ferse, Spitze - das überlasse ich euch, meine Söckchen waren toe up mit runder Spitze, einem FLK heel und als Bündchenmuster habe ich einfach die Runde 1 des Charts gestrickt, bis es mir hoch genug war.

 

 

 



Samstag, 26. Februar 2022

Januar: I ♥ Spiders

 


 

 

Diese Socken sind schon seit 2012 in meiner To Do-Liste.


Terri Knights Spider Socks gehören zu den allerersten Mustern, die ich überhaupt jemals in meine Ravelry-Queue aufgenommen habe.


Und jetzt, nach nur 10 Jahren *husthust* habe ich sie endlich gestrickt.

Einmal die Eckdaten: 

♦ Garn: Supergarne Aktiv 4fach in Begonie

♦ KnitPro Zing in 2,5 und 80 cm Länge


Gestrickt habe ich ohne Zopfnadel und mit einigen Modifikationen (wie eigentlich immer), zum Beispiel habe ich alle rechten Maschen für die Beine und Cheliceren/Mundwerkzeuge der Spinne rechts verschränkt abgestrickt.

 


 

 

Und ich habe das Bündchen geändert und statt des Rippenmusters auf der Beinrückseite ein Zopfmuster gestrickt.

 

Anschlag und Bündchen

69 Maschen im Altnorwegischen Anschlag. 


Bündchen vorne:

35 Maschen

 

Bündchenvorderseite


 Bündchen und hinteres Bein

34 Maschen.

Der Chart wird bis zur Fersenwand wiederholt.


Bündchen- und Beinrückseite

 
 
Kaffeeböhnchen

 
 
 

 
 
 
 
Vorderseite, Hauptmotiv:
 
Auf der Vorderseite wird nun das Spinnenmotiv gestrickt - der Chart ist RIESIG, davon bitte nicht beeindrucken lassen ;)
 
 
Beinvorderseite

 
Wenn der Chart fertig gestrickt ist, die Fersenwand beginnen.

 

 



 

 Fersenwand:

Dem Chart folgen, in Hin- und Rückreihen wird dabei jeweils die erste Masche wie zum Linksstricken, mit Faden hinter der Arbeit, abgehoben.




 
 
 
Nach der Fersenwand eine Ferse nach Wahl stricken; ich habe eine Herzchenferse gestrickt, aber Käppchen- oder Hufeisenferse funktionieren genauso gut.
 
Nach der Ferse Maschen aus den abgehobenen Maschen an den Seiten der Fersenwand puhlen und wieder in der Runde stricken, dabei in jeder zweiten Runde Maschen für den Zwickel abnehmen, bis wieder 34 Maschen auf der Sohlennadel liegen.

Dabei den Fußchart stricken.
 
 
 
 

 

Fuß:










Fliegen

Nach den Fliegen den Fuß glatt links weiterstricken, dann Spitze nach Wahl stricken; ich habe eine Bandspitze mit linken Maschen gestrickt.


Die Socken gefallen mir sehr, und evtl. werde ich das Muster der Beinrückseite nochmal als Hauptmuster verwenden. 😁