Ich habe aus einem uralten Sparpaket von Butinette noch ein recht schwieriges Knäuel SoWo gehabt, das bildschön, aber durch die Färbung auch nicht wirklich gut zum Musterstricken geeignet war.
Also gabs was Effes mit Dreh - die Ferse hier its spannend, und durch das Rippmuster unterm Fuß sitzt die Socke gut.
Und ich mag die Anleitungen von Micha Klein, die gut designt, gut strukturiert und angenehm easy zu stricken sind.
Diesmal habe ich mich für das Muster HeXenknoten-Zauberei entschieden, das sehr gut mit selbstmusternden und einfarbigen Garnen aussieht und einfach zu merken und stricken ist.
Notizen:
wegen eines Anfalls totaler Idiotie das Muster über die Fersenwand weitergestrickt.
die SoWo ist aus dem Buttinette Sparpaket "Farbenglück" (glaube ich zumindest)
Nadelstärke 2,5
Herzchenferse
Bandspitze im Muster (ohne Zöpfe) gestrickt
Ansonsten gibt es nicht allzuviel zu sagen bzw schreiben...
Was lange währt wird endlich gut... wobei, das ist Quatsch, ich hatte mit disem Muster keine Probleme, ich hab nur rumgebummelt, weil ich zwischendurch die fixe Idee hatte, endlich gescheit Häkeln zu lernen (Spoiler: hat geklappt).
Und dann ewig und drei Tage zum Posten gebraucht.
Verwendet habe ich Supergarne Aktiv Uni in Apfelgrün, ein schönes Granny-Smith- oder Wasabigrün.
Das Muster ist Safe Harbor, ein Design von Amy Rapp, die es "für umme" als Ravelry-Download online gestellt hat.
Das Muster ist sehr gut erklärt und trotz Fallmaschen, die wieder aufgepopelt werden, Zöpfen und Spitze nicht schwer zu stricken und gut zu merken.
Anmerkung: wer eher stramm strickt (wie ich) UND klobige Füße hat (wie ich) pfuscht vielleicht zwischen den Mustern ein paar linke Maschen dazu undoder nimmt eine dickere Nadel - ich würde die Socken über die Füße bekommen, aber sie sind was spack.
Also habe ich sie etwas länger gestrickt, sie wandern in die Weihnachtskiste und wärmen dann im Winter Damenfüße in Größe 42/43.
Modifikationen:
Mir hat das Originalbündchen nicht gefallen, also habe ich ein neues gebastelt, das ins Muster übergeht.
Ich habe eine Herzchenferse mit verstärkter Fersenwand (Eye of Patridge-Muster) gestrickt und für die Spitze die gute alte Bandspitze gewählt.
Nicht schön gezeichnet, aber hoffentlich brauchbar: mein Bündchenchart.
Irgendwie habe ich grade einen Run mit Zopfmustern... 😅 und dies ist die vierte Socke in Folge "cuff down", also (für uns im deutschen Sprachraum) klassisch vom Bündchen nach unten gestrickte Socke.
Und weil ich es grundsätzlich immer gut finde, etwas für mich neues zu lernen, und falls es Euch auch so geht oder Ihr einfach unsicher seid, was die komische Frau im Internetz da überhaupt meint: ich habe Videos von verschiedenen talentierten Strick-YouTuber*innen eingebunden, die bestimmte Dinge sehr gut zeigen und erklären.
Fürs Bündchen habe ich 48 Maschen im Altnorwegischen Anschlag angeschlagen und für 10 Runden 1 rechts, 2 links, 1 rechts gestrickt.
Das Rippmuster vom Bündchen geht glatt in das Zopfmuster über. Ich bin ein bisschen stolz auf meine Übergangsrunde.
Für einen guten Übergang ins Muster habe ich ein wenig gepfuscht; mein Übergang vom Bündchen zum Muster war auf der Vorderseite 1 rechts, 2 links,1 rechts, einen aus dem Querfaden zunehmen, 1 rechts, 2 links, 1 rechts, ssk, 4 rechts, zwei rechts zusammenstricken, 1 rechts, 2 links, 1 rechts, eine aus dem Querfaden zunehmen, 1 rechts, 2 links, 1 rechts.
Die Beinrückseite habe ich weiter im Rippenmuster gestrickt.
Die Übergangsreihe auf der Vorderseite sorgt dafür, dass das Rippenmuster sich optisch exakt mit dem Zopfmuster verbindet.
Für die Maschenzunahme habe ich ein gutes Video von eliZZZa eingebunden; die Zunahme ist schnell und einfach gestrickt, aber umständich zu erklären:
Nach sieben Zopfrapporten habe ich mich an die Ferse gemacht; die Ferse habe ich glatt rechts über die Beinrückseite gestrickt, also über 24 Maschen.
Meine modifizierte Bumerangferse, schön rund und ohne Löcher. 😀
Diese Ferse habe ich mit shadow wraps gestrickt; die sind relativ ungewohnt, aber simpel zu stricken und ergeben eine saubere verkürzte Reihe ohne unelastisch zu sein oder hässliche Löcher.
Ich verlinke ein Video von Maschenmarie; sie strickt eine andere, auch sehr schöne und gut sitzende Ferse, vor allem zeigt und erklärt sie aber die Technik sehr gut:
Meine modifizierte Ferse wird wie folgt gestrickt:
1. Reihe (Hinreihe): bis zur letzten Fersenmasche stricken, shadow wrap und wenden.
2. Reihe (Rückreihe): bis zur letzten Fersenmasche links stricken, shadow wrap und wenden.
3. Reihe (HR): bis zur letzten Fersenmasche vorm shadow wrap stricken, einen neuen shadow wrap machen, wenden.
4. Reihe (RR):
bis zur letzten Fersenmasche vorm shadow wrap stricken, einen neuen shadow wrap machen, wenden.
Reihe 3 und 4 wiederholen, bis links und rechts je 8 shadow wraps auf der Nadel sind und 8 rechte Maschen in der Fersenmitte.
Der erste Teil der Ferse ist fertig. Jetzt ein Käffchen zur Stärkung, und dann weiter: zwei komplette Runden rechte Maschen, die shadow wraps dabei abstricken.
Am Fersenbeginn kurz pausieren - ole ole, das war Teil 2 dieser Ferse!
Auf in den Endspurt!
1. Reihe (HR): 16 Fersenmaschen stricken, ein shadow wrap, wenden.
2. Reihe (RR): 8 Fersenmaschen stricken, ein shadow wrap, wenden.
3. Reihe (HR): bis zum shadow wrap stricken, diesen abstricken, die nächste Masche zum shadow wrap machen und wenden.
4. Reihe (RR): bis zum shadow wrap stricken, diesen abstricken, die nächste Masche zum shadow wrap machen und wenden.
Die Reihen 3 und 4 wiederholen, bis nur noch am Fersenanfang und Fersenende je ein shadow wrap liegt.
Ab jetzt wieder in Runden stricken, die shadow wraps dabei abstricken.
Tataaaaaa! eine schöne und gut sitzende Bumerangferse ohne fiese Löcher.
Den Fuß habe ich jetzt 18 cm lang gestrickt, ab da dann mit der Bandspitze begonnen.
Bei dieser habe ich das Muster weitergeführt und sie stumpf mit 16 Maschen gesamt geschlossen; da ich für den klassischen Maschenstich zu doof bin, habe ich die Socke auf links gezogen und im Finchley graft geschlossen; der ist optisch mit dem normalen Maschenstich (Kitchener stitch oder grafting) identisch, aber sehr viel einfacher, finde ich.
Ich verlinke ein englischsprachiges Video von Roxanne Richardson - keine Bange, wenn die Fremdsprachenkenntnisse eher mau sind, sie zeigt die Technik sehr klar!
Stumpfe Bandspitze, im Finchley Graft geschlossen. Der normale Maschenstich funktioniert natürlich genauso gut. ;)
Durch den Ripp- und Zopfmustermix sieht die Socke sehr eng aus..
...ist sie aber gar nicht! 😁
Insgesamt war dies eine schnelle, schöne Socke mit eingängigem Muster.
Auch das Garn hat Spaß gemacht beim Verstricken.
Wie bei allen Stricker*innen sammeln sich bei mir die Reste...
Also versuche ich ab und an, wieder Herrin der Lage zu werden und da mal ein wenig was von wegzustricken.
Und da ich bei soviel schlechten Nachrichten in letzter Zeit auch gerne mal was Schnelles und Lustiges für ein kleines Erfolgserlebnis mache, kaum noch kitschige Haarspangen habe, dafür aber Material und aktuell auch Zeit genug, habe ich gestern ein paar Blumen gestrickt. 😁
Alles aus Sockenwollresten:
Rose pins aus dem alten und nicht mehr existenten Blog; die Anleitung habe ich aber beizeiten und für umme auf Ravelry hochgeladen (deutsch und englisch). ⇒ Anleitung
Diese hübsche Blüte nennt sich The short rose und findet sich als englischsprachige Gratisanleitung bei Ravelry.
Sie wird kraus rechts mit verkürzten Reihen gearbeitet und ist sehr, sehr einfach zu stricken.
Durch die verkürzten Reihen legt sie sich praktisch von selbst in Form. ⇒ Anleitung
Das Blatt ist das Citrus leaf aus Lesley Stanfields Buch "100 Flowers to Knit and Crochet", es gibt eine deutschsprachige Ausgabe, soweit ich weiß.
Ich empfehle dieses Buch wärmstens für Leute, die gerne Spängchen, Broschen, Mützendeko, etc aus Resten stricken und häkeln möchten.
Dieses Schätzchen ist noch nicht auf Spange, Clip oder Kämmchen montiert.
Diese Lemon blossoms stammen auch aus Lesley Stanfields Buch.
Die sind recht witzig zu stricken, es wird quer gestrickt und aus einer Masche werden mehrere gepopelt.
Die irisierenden Perlchen in der Mitte sind edelste Plastikperlen von Woolworth, von mir in einem Anfall von Wahnsinn gekauft und seitdem nie benutzt.
Hier passen sie, finde ich, ganz gut, und da sie leicht sind, ziehen sie mir nicht durch ihr Gewicht die Pins aus der Frisur.